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Alt 08.10.2017, 15:14   #1 (Permalink)
Babymaus
 
Registriert seit: 08.10.2017
Beiträge: 8
Standard Auswilderung Wildmaus

Hallo liebe Mäusefreunde,

ich bin auch neu hier und bitte um Verschiebung, falls ich falsch bin (Auswilderung Feldmausbabies)

Auch bei mir wohnen seit 29.09.2017 zwei Mäusebabies, die ich nach Studium der hier verlinkten Bilder als Feldmäuse identifizieren würde. Leider war die Mutter tot (allerdings noch nicht lange, war noch warm), so dass mir keine andere Wahl blieb, als die zwei mitzunehmen.

Fell war bei beiden komplett, aber die Augen noch zu (Öffnung dann am 01.10. bei beiden). Ich denke also, sie waren am Fundtag ca. 10-12 Tage alt, kommt das hin?

Seit ca. 3 Tagen fressen sie nicht mehr aus der Pipette. Ich bin dazu übergegangen, ihnen Klee und jungen Löwenzahn sowie Haferflocken (eingeweicht in Brei und natur) und ein paar Sonnenblumenkerne zu geben, außerdem mögen sie auch bissl Gurke. Brei gibts nach wie vor aus einem Hippglas-Deckel. Müssen sie noch was anderes kriegen? Eiweisquellen?

Habe noch ein paar Fragen:
1. Ich glaube, es ist ein gemischtes Pärchen. Soll ich sie mit einer Plexiglasscheibe trennen?
2. Kann ich sie dieses Jahr noch auswildern? Es heißt ja, ab Ende Oktober soll man lieber über den Winter warten, aber sie sind schon sehr agil und sehen nicht mehr aus wie Babies (Fell entspricht eher dem der adulten Feldmaus von den Bildern, Augen und Ohren vollständig offen, spitzere Nase). Sie sind scheu, aber man kann sie mit etwas Geschick und dem blauen Plastikhandschuh (den kennen sie seit Tag 1) fangen.
3. In der Umgebung gibt es nur eine Katze, aber die ist ständig bei uns (wir wohnen ländlich, unser nächster Nachbar ist ein Maisfeld). Soll ich die Auswilderung bei uns machen (Nähe Fundort)? Dann müsste ich aber die Maisernte auf jeden Fall abwarten.

Hui, danke für's Lesen und eure Tipps schon mal.

Viele Grüße im Namen von dem Phantom der Oper und Christine (so heißen die beiden, weil sie anfangs so melodiös gefiept haben)
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Alt 08.10.2017, 18:16   #2 (Permalink)
mausgrau
 
Registriert seit: 04.01.2013
Ort: Ammersee
Beiträge: 5.274
Standard AW: Feldmausbaby vergesellschaften?

Hallo Phantom,
das ist ja super, daß die Mäuschen überlebt haben! Ich denke, es wäre aber besser, wenn Du mit Deinem Problem einen eigenen Thread bekommen würdest - bist Du damit einverstanden? Vielleicht unter dem Titel: "Feldmäuschen - Fragen zur Auswilderung". Bist Du damit einverstanden? Du willst die Mäuse ja nicht vg.

Ich habe hier auch noch junge Wildmäuse und überlege selbst, ob ich sie noch diesen Herbst auswildern soll. Die Mäuschen sollten allerdings schon fit sein und ein Gewicht von ca. 16-17 Gramm haben, ehe man sie in die Wildnis entläßt.

Wenn Du magst, dann kannst Du hier Fotos von den Beiden hochladen, dann schauen wir noch mal mit drauf, ob es Feldmäuse sind.

Hast Du die Website kleinsaeuger.at schon entdeckt? Dort findet man gute Informationen über Wildmäuse: Feldmaus - Microtus arvalis - kleinsaeuger.at

Dort findet sich folgende Angaben über die Nahrungsvorlieben von Feldmäusen: "Die Feldmaus ernährt sich selektiv von in ihrem Gebiet vorkommenden Gräsern und Kräutern, wobei Löwenzahn und Klee besonders beliebt sind. Daneben frisst sie in geringerer Anzahl andere Pflanzenarten. Samen, unterirdische Pflanzenteile und Rindenstücke werden ausschließlich im Winter verzehrt. Häufig sammelt sie auch Nahrung in Eingängen und Vorratslagern. Insekten bilden phasenweise mit 20 % einen wichtigen Bestandteil in ihrer Ernährung."

Dein Gedanke über die Eiweißquellen sind also gar nicht falsch. Ich würde den Mäusen daher auch Insekten anbieten.

Trennen würde ich die Mäuse eigentlich nicht, wobei Feldmäuse wohl schon mit ca. 2 Wochen geschlechtsreif werden. Wieviel wiegen die Mäuse denn momentan? Oder lassen sie sich nicht mehr wiegen? Wenn sie sowieso noch dieses Jahr ausgewildert werden sollen, dann wäre eine Trennung nicht notwendig, weil in der Natur eine Vermehrung ja vorgesehen ist. Also hier ist der Mais schon abgeerntet, wird also bei Dir auch nicht mehr so lange dauern.
Viele Grüße
Fufu
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Alt 08.10.2017, 20:49   #3 (Permalink)
Giftzwerg vom Nachtdienst
 
Registriert seit: 12.02.2015
Ort: Wirtshaus im Spessart
Beiträge: 861
Standard AW: Feldmausbaby vergesellschaften?

Ganz fix:

1. Nein.

2. Auch nein. Bitte überwintern. Bis sie fit und alt genug sind, ist min. November.

3. Auswilderung in der Nähe des Fundortes wäre gut.


LG Angelus
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Alt 09.10.2017, 10:41   #4 (Permalink)
Babymaus
 
Registriert seit: 08.10.2017
Beiträge: 8
Standard AW: Feldmausbaby vergesellschaften?

Hallo Fufu und Angelus Noctis,

vielen Dank für eure Antworten.
Bin ein Nullinger, wie macht man einen neuen Thread und übernimmt bereits erstelle Beiträge? Will nicht alles doppelt schreiben, habe eh Probleme, mich vor lauter Enthusiasmus kurz zu fassen

Ich kann es gerne mit dem wiegen probieren. Ich trage zum Füttern immer Einmal-Handschuhe, sie sind aktuell also noch ein bisschen auf das blaue Plastik gepolt und lassen sich (noch) fangen.

Wie bringe ich den kleinen denn bei, dass sie Wasser trinken? Von der Aufzuchtsmilch nehmen sie immer weniger (aus der Hand fast gar nicht mehr und aus dem Schüsselchen auch nur noch mäßig...). Nicht, dass sie mir jetzt noch dehydrieren? Getrocknete Mehlwürmer habe ich vom meinem Hamster da, die haben sie liegen lassen. Gehen lebende Mehlwürmer besser? Habe irgendwo gelesen, dass sich die Kleinen über frisch ausgestochene Grasballen freuen. Kommt mir aber noch bissl früh vor. Habe gestern getrocknetes Moos in das Gehege gelegt.

Anbei ein Bild der kleineren Maus. Ist leider vom 05.10., in der Zwischenzeit haben beide spitzere Nasen und ein "Erwachsenenfell" bekommen.
Das Schwänzchen ist bei beiden ca. 1,8 cm kurz.

Danke und liebe Grüße
Phantom
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Alt 09.10.2017, 13:37   #5 (Permalink)
mausgrau
 
Registriert seit: 04.01.2013
Ort: Ammersee
Beiträge: 5.274
Standard AW: Feldmausbaby vergesellschaften?

Hallo Phantom,
Du mußt Dich um nichts kümmern, das Team erstellt für Dich einen eigenen Thread und alle Beiträge werden mitgenommen. Deine Mäuschen könnten auch Erdmäuschen sein. Junge Feld- und Erdmäuse sind allerdings schwer zu unterscheiden. Bei der Erdmaus sind die Öhrchen mehr im Fell verborgen. Gut wäre also ein besonders schönes Foto von den Öhrchen (seitlich) und eines, auf dem die Schwanzlänge im Verhältnis zur Körperlänge zu erkennen ist.

Bitte den Mäuschen auf jeden Fall Wasser anbieten, am besten in einem Schraubdeckel (schön flach). Ich gebe meinen Wildmäusen immer Getreidebrei (gut ist Holo Hafergold bio - ist sehr fein), den ich mit Wasser aufkoche und dann mit der Aufzuchtsmilch verrühre. Dabe ist die Konsitenz anfangs eher flüssig und allmählich wird immer weniger Milch dazugegeben, so daß der Brei schließlich eine eher breiige Konsistenz annimmt. Mir scheint es, daß die Handaufzuchten immer einen leichten Entwicklungsrückstand haben, weswegen ich die Milch (im Brei) noch zufüttern würde, solange sie das fressen.

Da die Wühlmäuse sich hauptsächlich von grünen Pflanzenteilen ernähren, würde ich den Mäuschen wirklich einen kleinen Grasballen anbieten. Du wirst ja dann sehen, wie sie reagieren.

Nach Angelus Einwand habe ich selbst mich nun auf eine Überwinterung meiner kleinen Waldmäuschen eingerichtet. Sie haben ein Terrarium mit recht naturnaher Einrichtung bezogen. Aber ich denke, daß Angelus Recht hat und die Mäuschen sicher noch 4-6 Wochen brauchen, ehe sie auswilderungsfähig sind. Das wird dann wohl etwas spät sein, um sie noch freizulassen.
Viele Grüße
Fufu
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Alt 09.10.2017, 20:38   #6 (Permalink)
Hausmaus im Mausehaus (o;
 
Benutzerbild von Mousyperson
 
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Standard AW: Feldmausbaby vergesellschaften?

Die vom Fell verdeckten Ohren und das sehr rauhhaarige Fell lassen mehr auf Erdmaus schließen. Bitte Gräser, Moos, Grassamen, Bucheckern und Eicheln als Futterauswahl zusätzlich anbieten, damit sie das Naturfutter kennenlernen.
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Alt 10.10.2017, 13:45   #7 (Permalink)
Babymaus
 
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Standard AW: Auswilderung Wildmaus

Zwischenstand: Wasser und Brei bleiben fast unangetastet, dafür sind die beiden ganz wild auf Klee und jungen Löwenzahn, was ja artentypisch ist.

Darf ich den Klee in den Brei tunken? Hat da jemand Erfahrung? Sie müssen doch auch was anderes haben außer Grünzeug und Haferflocken

@Fufu: Wie stellst du deine Mäuschen auf kühlere Temperaturen ein? Raumtemperatur senken und stundenweise in die Garage bringen?

Danke und liebe Grüße
Phantom
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Alt 10.10.2017, 18:08   #8 (Permalink)
Hausmaus im Mausehaus (o;
 
Benutzerbild von Mousyperson
 
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Standard AW: Auswilderung Wildmaus

Klee gehört zum bevorzugten Futter und ist überall zu haben, daher ok. Die sind halt so spezialisiert, nix Körnerfresser

Hier noch einiges mehr zu bevorzugtem Futter der Erdmäuse

Zitat:
...besondere Präferenzen für Sandrohr, Wiesen-Klee, Brennnessel oder Weidenröschen. Ihre Nahrung besteht während der Vegetationszeit aus Gräsern und Kräutern (Saatgut eher weniger, auch kaum tierische Nahrung), verlagert sich jedoch nach dem Abwelken dieser Pflanzen zum Herbst hin auf die Rinde von bevorzugt Laubgehölzen oder Obstbäumen.
Land-Reitgras (Sandrohr)

Weidenröschen

Zitat:
Erdmäuse besiedeln gerne feuchte und staunasse Böden. Sie nagen vor allem die Rinde von Laubholz ab. Die Hagebuche steht dabei an erster Stelle, gefolgt von Buche, Kirsche und Ulme. Die Esche wird dem Ahorn vorgezogen, Nadelholz weitgehend verschont. Stämmchen bis 2 cm Durchmesser kann die Erdmaus ganz durchnagen. Baumrinde wird hauptsächlich im Winter geschält ab dem Eintritt der ersten Fröste und dem Abwelken der Bodenvegetation.
Hainbuche ("Hagebuche") - würde es hier mit jungen Setzlingen versuchen und jungen Ästen.

Wurzelgemüse auf jeden Fall einen Versuch wert, also Möhre / insbesondere wilde Möhre, Petersilienwurzel, evtl. Futterrübe beim örtlichen Landwirt besorgen (sind über Winter in Mieten lagerbar), Pastinake, Klettenwurzel (die lila blühenden, sind leicht am Samenstand zu erkennen), frische rote Beete.

Brennessel: würde ich frisch als ganz Pflanze (also samt Wurzel) anbieten und auch mal die getrocknete versuchsweise, denn die bekommst du den ganzen Winter über.

Edit: Löwenzahn natürlich auch mit Wurzel, also "stechen" oder ausgraben

Geändert von Mousyperson (10.10.2017 um 18:13 Uhr)
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Alt 10.10.2017, 18:23   #9 (Permalink)
mausgrau
 
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Standard AW: Auswilderung Wildmaus

... hast Du den Brei mit Katzenaufzuchtsmilch vermischt? Also hier fressen nur Wildmäuse Brei, die ich mit der Aufzuchtsmilch gefüttert hatte. Allerdings habe ich zwei, die sich das von der aufgezogenen Maus abgeschaut haben. Breitöpfchen ist morgens immer leer.

Nachdem die letzten Wildmäuse wohl hier überwintern werden, mache ich wegen der Temperatur erst mal nichts. Ansonsten würde man die Temperatur absenken bzw. die Mäuse in einen kühleren Raum und später in die Garage o.ä. stellen. Wichtig ist, daß sie dann genügend Nistmaterial haben.
Viele Grüße
Fufu
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Alt 11.10.2017, 13:47   #10 (Permalink)
Babymaus
 
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Standard AW: Auswilderung Wildmaus

Konnte gestern zwei verhuschte Bilder machen. Sind die vermeintlichen Feldmäuse doch Erdmäuschen?
Angehängte Grafiken
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Alt 11.10.2017, 19:35   #11 (Permalink)
Hausmaus im Mausehaus (o;
 
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Standard AW: Auswilderung Wildmaus

Tut mit leid, aber die Fotos sind zu unscharf, um das noch einmal zu verifizieren. Auf dem ersten Foto waren die Ohren jedenfalls fast im Fell verborgen, was auf Erdmaus deutet. Bei der Feldmaus ist nur der Ohransetz mit Fell.
Feldmaus: Ohrmuscheln ragen frei aus dem Fell
Erdmaus: Basis und Vorderhälfte der Ohrmuscheln von langen, borstigen Haaren überdeckt.

Wenn du mal das Innenohr sehen kannst:
Die Behaarung des Innenohres ist bei der Erdmaus so gut wie gar nicht vorhanden, während die Feldmaus eine gut sichtbare Behaarung im oberen Bereich des Innenohres hat.

Innenohrfotos in dieser PDF
Differentialdiagnose Kurzschwanzmaeuse

Einstweilen ist es für mich immer noch eine Erdmaus

Edit: hier noch mal Vergleichsfotos für dich:
Erdmaus
Feldmaus

Edit2:
Mir ist jetzt zusätzlich die Kurzohrmaus (Microtus subterraneus) aufgefallen, du könntest mal hier Verbreitungskarten den Layer für die Kurzohrmaus anschalten (oben rechts) und prüfen, ob du im Verbreitungsgebiet wohnst. Jedenfalls hat die Kurzohrmaus ein plüschigeres Fell so wie deine beiden Racker. Hier ist ein gutes Video der Kurzohrmaus:
Kurzohrmaus

Geändert von Mousyperson (11.10.2017 um 19:47 Uhr)
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Alt 11.10.2017, 21:03   #12 (Permalink)
mausgrau
 
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Standard AW: Auswilderung Wildmaus

... ja, und dann muß man auch immer bedenken, daß sich die arttypischen Merkmale bei Mäusen erst nach einiger Zeit heraus bilden und es gar nicht so einfach ist, junge Erdmäuse von jungen Feldmäusen zu unterscheiden.

Edit: Mit "Innenohr" ist in der pdf übrigens das Innere der Ohrmuschel gemeint und natürlich nicht das anatomische Innenohr.

Geändert von Fufu (11.10.2017 um 21:10 Uhr)
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Alt 12.10.2017, 13:41   #13 (Permalink)
Babymaus
 
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Standard AW: Auswilderung Wildmaus

Lieben Dank an Mousyperson und Fufu für die anhaltende Unterstützung. Ich werde mich heute auf die Lauer legen und versuchen, den Mäuslein ins Innenohr zu spähen

Bin an der oberbayerisch-niederbayerischen Grenze und somit im Verbreitungsgebiet der Kurzohrmaus

Die zwei sind nach wie vor winzig (ist natürlich, wie von euch schon erwähnt, zu großen Teilen der Handaufzucht geschuldet). Das könnte aber auch ein Zeichen Richtung Erdmaus sein, die ja etwas kleiner sind als Feldmäuse, oder?

VLG
Phantom
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Alt 12.10.2017, 17:41   #14 (Permalink)
Hausmaus im Mausehaus (o;
 
Benutzerbild von Mousyperson
 
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Standard AW: Auswilderung Wildmaus

Wenn du schon dabei bist, die Tiere "unter die Lupe" zu nehmen:
Feldmaus (Microtus arvalis): einfarbiger Schwanz Feldmaus - Ohr + Schwanz
Erdmaus (Microtus agrestis): zweifarbiger Schwanz, hellere Unterseite (undeutlicher als Kurzohrmaus) Erdmaus - Schwanzdetail + Ohr
Kurzohrmaus (Microtus subterraneus): deutlich zweifarbiger Schwanz mit hellerer Unterseite Kurzohrmaus - Schwanzdetail

Mit der Größe kommt man im Moment nicht weiter, da die Tiere noch nicht ausgewachsen sind.

Gutes Gelingen bei der Inspektion
Mousyperson ist offline   Seitenanfang Mit Zitat antworten
Alt 12.10.2017, 18:27   #15 (Permalink)
mausgrau
 
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Standard AW: Auswilderung Wildmaus

Also ich bin der Meinung, daß die kleinen Mäuschen für eine genaue Artbestimmung einfach noch zu jung sind. Wie schon erwähnt, bilden sich die typischen Artmerkmale oft erst mit zunehmendem Alter heraus. Viele Mäuse tragen ein Jugendkleid, also die Fellfarbe ändert sich. Bei meinen Waldmäusen beispielsweise hat sich der typische Kehlfleck erst recht spät ausgebildet. Gerade die Ohren ändern sich bei den Mäusen im Laufe der Entwicklung sehr stark. Bei sehr jungen Waldmäusen sind die Ohren anfangs auch noch im Fell verborgen. Ich denke also, man muß einfach noch ein bißchen warten, ehe man da sinnvolle Aussagen machen kann. Die Kurzohrmaus übrigens, hat auffallend kleine Augen.

Mit den Fotos des letzten Posts bin ich auch nicht recht glücklich. Davon abgesehen, daß die als Microtus subterraneus bezeichnete Maus irgendwie krank wirkt, könnte das Tier genauso gut als Erdmaus durchgehen. (Die Augen sind nicht besonders klein, die Ohren wirken relativ groß und die Ohrränder sind auch frei von Fell.) Eine Kurzorhmaus läßt sich allerdings leicht durch Betrachtung der Sohlenschwielen am Hinterfuß identifizieren. Davon besitzt sie 5, im Gegensatz zu den anderen einheimischen Wühlmausarten, die 6 Sohlenschwielen tragen. (Richard Kraft, Mäuse und Spitzmäuse in Bayern).
Viele Grüße
Fufu

Geändert von Fufu (12.10.2017 um 18:34 Uhr)
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