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Alt 17.03.2018, 12:37   #16 (Permalink)
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Standard AW: Afrikanische Knirpsmäuse- das große Haltungsexperiment

Es ist etwas Anderes eingetreten als ich gedacht hatte.
Das adulte Mädel hat gestern als erste die Chance genutzt und die kleine Duna erkundet, war dort auch mal kurze Zeit im sich anbietenden Alternativschlafplatz als die Anderen noch in ihrem altbewährten Nest schliefen.
Aber bis jetzt ist keine Schlafkuhle dort zu sehen und auch keines der Mäuschen hat sich unter dem Karton einen Futtervorrat angelegt (wie im Anderen, an dem Tagsüber immer wieder versteckt gefressen wird) oder verbringt dort längere Schlafphasen.
Allerdings scheint eben dieses Weibchen aber auch nicht direkt mit den Anderen im Nest zu schlafen denn beim Nachschauen eben war sie aufgeschreckt direkt unter dem Karton (evt. gerade einen "Mitternachtssnack" genießend oder oben auf dem Nest (über der Klopapierschicht) dösend) und hat sich nach dem Schreck erstmal in den Alternativnestplatz in der kleinen Duna geflüchtet. Während die 3 anderen Fellis in ihrem Nest sehr verpennt aus der Wäsche geschaut haben als ich kurz das Klopapier anhob und dort auch nach der Störung blieben.

Die kleine Duna zur Gehegeerweiterung finden alle super- teilweise waren sie dort auch alle 4 gleichzeitig am Erkunden.
Nachts meinte das adulte Weibchen dann, dass ihr das noch nicht ausreichend ist und sie viel lieber noch mehr Platz hätte... die war immer wieder kurz mit Nagen beschäftigt... (und ich natürlich immer wieder nachschauen wo sie denn nun schon wieder testet... )
Scheint als hätten die Winzlinge einen sehr großen Bewegungs- bzw. Erkundungs- und somit Freiheitsdrang.

Kurz vor 6 Uhr morgens wurde ich von einer kurzen Verfolgungs- bzw. Jagdsequenz wach, konnte aber bis ich am Gehege war keine Verdächtigen mehr ausmachen.
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Alt 17.03.2018, 17:57   #17 (Permalink)
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Standard AW: Afrikanische Knirpsmäuse- das große Haltungsexperiment

Hmm, wies scheint kommt es zu den ersten Spannungen zwischen den beiden Böcken (die nun etwa gleich groß sind).
Mir fiel gestern schon auf, dass sie sich nicht mehr komplett ignorieren, bzw. auf Abstand gehen sondern auch mal am Anderen kurz geschnüffelt wird. Daher denke ich, dass die kurze Jagdsequenz letzte Nacht zwischen ihnen beiden statt fand (wennauch jetzt im Nachhinein ohne erkennbare Verletzung).
Denn gerade eben hat der Versehrtere (und ehem. Kleinere) dem Anderen einen Pinienkern aus dem Maul geklaut (obwohl ein paar cm weiter noch ein Anderer lag). Der wollte das nicht auf sich sitzen lassen und es fand eine kurze Verfolgungsjagd statt, welche im Nestkarton endete.
Schätzungsweise gehts jetzt um die Vorherrschaft (ohne Mädels dabei wäre das vermutlich entschärft) wo beide nun gleich stark sein dürften und sicher geschlechtsreif.
Ich werde das Ganze intensiv beobachten so dass ich eingreifen kann bevor es ausufert. Solange es nur ab und an ein harmloser Kommentkampf ist lass ich die Beiden gewähren.
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Alt 18.03.2018, 10:22   #18 (Permalink)
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Standard AW: Afrikanische Knirpsmäuse- das große Haltungsexperiment

Auf Süßkartoffel stehen sie total, die wird quasi inhaliert.

Bis ich schlafen ging verbrachte das adulte Mädel viel Zeit in der kleinen Duna (auch mal zwischendurch um zu dösen) und der versehrtere Bock war auch ab und an mit dabei.
Einmal konnte ich beobachten wie Letzterer das Weibchen extrem bedrängte- intensiv am Maul schnüffeln, an der Seite und sonst auch körperlich (ohne Aufreiten oder einen Versuch dahingehend zu unternehmen soweit ich sah).
So genau kann ich dieses Verhalten vom Bock noch nicht einordnen. Evtl. bedeutet das auch, dass ich mit meinem Trächtigkeitsverdacht voll daneben liege (einen dicken Bauch gibts nämlich nicht, sie sieht recht normal aus formtechnisch) und sie gestern hitzig war (und der Bock zu unbeholfen(?)aber dann hätte der andere Bock ja auch extremer auf sie reagieren müssen was er nicht tat.. hmm..) oder die Hitze kurz bevor steht/stand (?).
Oder ganz was Anderes..

Letzte Nacht wurde kaum mehr genagt (und ich war diesmal nicht nachschauen wer es war ). Gegen halb 1 wachte ich auf weil wieder eine kurze Verfolgungsjagd im Gange war, konnte aber nicht mehr ausmachen wer die Beteiligten waren. Obwohl ich noch ein Weilchen am Gehege saß blieb es ruhig und nur ein Mäuschen wollte sich kurz zeigen. Der Rest der Nacht war dann ganz unspektakulär.

Die Schlafsituation von vorhin war wie folgt: in der großen Duna (also am gewohnten Schlafplatz) 2 direkt nebeneinander liegende Schlafkuhlen (kein cm dazwischen, wennauch eine dünne Heuschicht als Trennwand) und darin jeweils ein Pärchen liegend. Ob sie aber nach Geschlechtern getrennt oder als 2 Paare darin lagen konnte ich nicht erkennen, so lange wollte ich sie nicht stören.
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Alt 19.03.2018, 10:16   #19 (Permalink)
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Standard AW: Afrikanische Knirpsmäuse- das große Haltungsexperiment

Gestern war es recht ruhig bis auf eine kurze Verfolgungsjagd am Abend (da konnte ich nur die beiden Böcke als aktive Mäuschen ausmachen, schätze das war zwischen den beiden), in der Nacht gab es nur ein wenig Geknabbere/Genage.
Seit der Gehegeerweiterung habe ich so den Eindruck als wären die Winzlinge fröhlicher, ausgelassener. Denn ich sehe sie häufiger als zuvor "popcornen"- kleine Bocksprünge und Hüpfer machen.
Erstaunlicherweise habe ich gerade tatsächlich geschreddertes Klopapier gefunden- sprich Nistmaterial- und das unter dem potenziellen Nestkarton in der kleinen Duna. Mittlerweile gibt es dort auch eine kleine Schlafkuhle im Heu (jedoch ohne geschreddertem Klopapier darin).
Kann sein, dass im Nest in der großen Duna heute alle zusammen geschlafen haben (sie waren nicht im Tiefschlafmodus und so waren 2 schon hellwach und außerhalb des Nestes als ich den Kartondeckel anhob).
Ich bin echt gespannt wie sich die Sache mit dem geschredderten Klopapier weiter entwickelt und ob das ein Indikator für eine fortgeschrittenere Trächtigkeit sein kann.
Die Temperatur habe ich mittlerweile auf 19°C (rund um die Uhr) reduziert, damit scheinen die Kleinen absolut keine Probleme zu haben.
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Alt 19.03.2018, 21:14   #20 (Permalink)
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Standard AW: Afrikanische Knirpsmäuse- das große Haltungsexperiment

Eben konnte ich eine Verfolgungsjagd der beiden Böcke beobachten und musste feststellen, dass der ehem. kleinere der Beiden mit dem stärker angefressenen Ohr der Aggressivere ist.
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Alt 20.03.2018, 18:19   #21 (Permalink)
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Standard AW: Afrikanische Knirpsmäuse- das große Haltungsexperiment

Hmm, ich habe gerade beobachtet wie sich die beiden Böcke wegen Pinienkernen gestritten haben (incl. 2 Verfolgungsjagden), ein paar Minuten später, als sie sich beim Süßkartoffelstück trafen, schien wieder alles in Ordnung zu sein und es wurde sich ignoriert.
Die Frage, die ich mir stelle, ist, ob ich die Jagereien und somit den Stress bei den Böcken reduzieren kann indem ich die Pinienkerne weg lasse (tut mir zwar leid weil die lieben alle sehr aber wenns Frieden bringen könnte kann der Versuch nicht schaden).
Am liebsten würde ich ja mehr Platz anbieten, damit ich die Kerne weiter verteilen und die Jungs sich aus dem Weg gehen können aber das ist gerade noch nicht möglich.
(Baumaterial ist schon da für das neue Gehege aber mir fehlt noch der passende Bohrer um mit dem Bau beginnen zu können )
Sonst gibts nichts Neues.
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Alt 21.03.2018, 11:59   #22 (Permalink)
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Standard AW: Afrikanische Knirpsmäuse- das große Haltungsexperiment

Nach letzter Nacht kann ich die Pinienkerntheorie wieder verwerfen, denn der Bock mit dem stärker angeknabberten Ohr hat gemeint er wäre der Boss, ist das Gehege wieder und wieder abgelaufen und hat, wenn er auf den anderen Bock traf, diesen gescheucht...
So ein großer Stress kann auf Dauer für den anderen Bock nicht gesund sein (von eventuellen Verletzungen mal abgesehen).
Ich schätze mal in freier Wildbahn würde der Bock nun abwandern und sich ein neues Revier suchen (falls die Böcke feste Reviere haben).
In der Heimtierhaltung ist das natürlich nicht möglich und ich denke die einleuchtendste Strategie wird sein ab vom Hauptnest zu schlafen und sich Aktivitätszeiten zu suchen, in denen der aggressive Bock nicht unterwegs ist.
Am liebsten würde ich jetzt 2 Pärchen aus den 4en machen, also trennen.
Aber das würde nicht zeigen, bzw. ggFs bestätigen wie in größeren/gemischtgeschlechtlich gehaltenen Gruppen mit konkurrierenden aggressiven Böcken umgegangen wird.
Also habe ich beschlossen die 4 zusammen zu lassen und genau zu beobachten solange ich keine Verletzungen am gejagten Bock ausmachen kann.

Als ich gerade nach der Schlafverteilung geschaut habe (mal wieder ein offensichtlich ganz doofer Zeitpunkt weil 2 der Fellis wach waren und am Fressen unterhalb des Kartons) konnte ich im Hauptkarton nur 3 Mäuschen zählen (es besteht allerdings die Möglichkeit dass mir einer entgangen ist, die bewegen sich echt schnell wenn sie wach sind ) und auch unter dem Karton im potenziellen Nest der kleinen Duna war niemand.
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Alt 22.03.2018, 14:35   #23 (Permalink)
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Standard AW: Afrikanische Knirpsmäuse- das große Haltungsexperiment

Gestern war es recht ruhig nachdem ich die Pinienkerne diesmal einzeln und weit verstreut in dem Gehege verteilt hatte. Nur einmal bekam ich eine kurze Auseinandersetzung mit.
Danach hat der gejagte Bock vermutlich die Begegnung mit dem aggressiven Bock gemieden da auch die Nacht ungewöhnlich ruhig war (bis auf einen Nageexszess spät abends, da konnte ich allerdings nicht sehen wer und wo genagt hat. Klangtechnisch war es meistens Karton, zwischendurch auch mal kurz Plastik, also Duna).
Als ich vorhin nach der Schlafverteilung schaute fand ich im Hauptnest, bzw. unter diesem Karton nur das adulte Mädel (mal wieder wach und auf dem Klopapier) und 2 Mäuschen verschlafen im Hauptnest vor.
Nummer 4 (ich vermute stark der gejagte Bock) habe ich nicht gesehen. Auch nicht im potenziellen Nestbereich der kleinen Duna.
Ich vermute mal dass er (?) sich irgendwo unterhalb des Heus eine Schlafkuhle angelegt hat und somit dem anderen Bock effektiv aus dem Weg geht.
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Alt 22.03.2018, 21:43   #24 (Permalink)
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Standard AW: Afrikanische Knirpsmäuse- das große Haltungsexperiment

Spannender- und erstaunlicherweise sah die heutige erste Aktivitätsphase so aus dass zuerst der jagende Bock alleine und sichtlich angespannt im Gehege unterwegs war als noch alle schliefen. Dort ist er seine Runden gegangen als ob er patrouillieren würde, jederzeit bereit einen Eindringling zu vertreiben.
Später war dann der gejagte Bock zusammen mit den Mädels aktiv und ganz entspannt am Fressen etc.
Einige Zeit später wieder der andere Bock alleine.

Ich habe (nach Meinungseinholung einer anderen Knirpsmaushalterin) beschlossen den Versuchsaufbau so abzubrechen (die Folgen sind ja bekannt- Langzeitstress ggFs Beißereien/Jagereien bei zufälligen Zusammentreffen,... das muss ich den Böcken nicht länger antun) und morgen aus der 4er Gruppe 2 Pärchen (je m+w) zu machen.
Es hat sich ja schon gezeigt dass die Böcke in der Folge, da sie nicht in der Lage sind sich in so beengten Platzverhältnissen erfolgreich aus dem Weg zu gehen, ihre Aktivitäten zeitlich staffeln und höchst wahrscheinlich auch nicht mehr einen Schlafplatz teilen, bzw. in unmittelbarer Nähe zueinander haben.
Zu meiner Schande muss ich gestehen dass ich nicht mit so einer baldigen 2ten Gruppe gerechnet habe so dass eins der Pärchen erst einmal mit der kleinen Duna vorlieb nehmen muss während ich schaue, dass ich das neue Gehege möglichst schnell baue.
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Alt 23.03.2018, 15:37   #25 (Permalink)
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Standard AW: Afrikanische Knirpsmäuse- das große Haltungsexperiment

Die Nacht war sehr ruhig ( nur sehr wenig Nagerei/Knabberei und keine Verfolgungsjagden/Auseinandersetzungen zu hören), trotzdem hielt ich an meinem Trennungsplan fest und habe nun 2 Pärchen, die wie folgt zusammen gesetzt sind:

Pärchen 1

das junge (nun ziemlich adult anmutende) Mädel zusammen mit dem gejagten Bock (der keinerlei Verletzungen aufweist )
in der kleinen Duna

kurz nach dem Umsetzen verschwanden beide im potenziellen Nestplatzkarton und waren seither nicht mehr gesehen.

Pärchen 2
das adulte Weibchen mit dem nun stattlichen aggressiveren Bock
in der 100er Duna

Hier ist das Mädel absolut unzufrieden mit dem Platzangebot und hat dies vorhin (sicher eine halbe Stunde lang) mittels Nagen und Buddeln an der (mit einem Stück Acrylglas, welches mit Panzertape über die ehem. Durchgangsstelle geklebt wurde) ehem. Durchgangsstelle kund getan. (und nun startet sie einen erneuten Versuch. )
Zwischendurch hat auch mal kurz der Bock vorbei geschaut und ist nach einem Buddler wieder abgezogen und schlafen gegangen.
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Alt 24.03.2018, 10:50   #26 (Permalink)
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Standard AW: Afrikanische Knirpsmäuse- das große Haltungsexperiment

Gestern und letzte Nacht wurde noch (für Knirpse sehr intensiv) an dem Panzertape genagt - bei beiden Pärchen, abgesehen davon war es aber mucksmäuschenstill.

Pärchen 1

die beiden lagen eben nebeneinander in einer Nestkuhle

Pärchen 2

Hier war das Mädel gerade wieder wach und auf dem Klopapier, der Bock schlafend im nun zerzaust aussehenden ehem. Hauptnest (was aussah wie ein kleines Vogelnest aus Heu)
Am späteren Abend hatte ich schon den Eindruck dass sich der Bock nun endlich wieder entspannt da der Rivale weg ist, somit war auch kein Patrouillieren mehr angesagt.

Die Temperatur im Zimmer beträgt seit gestern ziemlich konstant 18°C.

Bisherige Erkenntnisse und Theoriebestätigungen
- Trotz ihrer kleinen Größe sind Afrikanische Knirpsmäuse extrem bewegungsfreudig und freiheitsliebend, benötigen also um sich wohl zu fühlen (dann hören sicher auch die Ausbrechversuche auf ) sehr viel mehr Platz als in den Internetquellen (D) angegeben. 0,5qm Grundfläche empfinden einige Induviduen als zu klein.

-Schlafkuhlen können zu vogelartigen Heunestern ausgebaut werden, mir ist allerdings noch unklar unter welchen Umständen das geschieht.

- Adulte und heranwachsende Böcke sehen einander als Rivalen an auch wenn es nur um Futter- und andere harmlos erscheinende Ressourcen geht. Böcke, die einander nicht platztechnisch ausweichen können sind sehr gestresst (das gilt auch für den vertreibenden Bock, denn der verwendet viel Energie für Bewachungen und Patrouillengänge durch das Gehege). Das geht so weit dass die Aktivitätszeiten und Schlafplätze geändert werden damit man das Gehege nacheinander nutzen und sich somit zumindest zeitlich aus dem Weg gehen kann. Ist weder räumliches noch zeitliches Aus-dem-Weg-Gehen möglich (z.B. bei zu vielen Böcken auf wenig Raum) kommt es zu versuchten Vertreibungen -> Verletzte und wenn nicht eingegriffen wird, Tote.
Somit ist die Haltung vor allem in gemischtgeschlechtlich gehaltenen Gruppen mit mehr als einem adulten, bzw. heranwachsenden Böcken meiner Meinung und Erfahrung nach als hochgradig stressig und vor allem lebensgefährlich für die Mäuse einzustufen.

- Reine Bockgruppen sollten vermutlich möglichst klein und auf sehr großer Fläche (ich schätze 1qm aufwärts) gehalten und gut beobachtet werden, damit bei Jagereien und Aktivitätsverschiebung (den ersten Warnzeichen) eingegriffen und die Situation entschärft werden kann. Dies ist allerdings vorerst nur eine Theorie.

- Temperaturen von 19°C über mehrere Tage werden problemlos vertragen.

- heranwachsende Knirpsmäuse, die aus größeren Familiengruppen stammen, machen in kleinen Gruppen unter friedlichen Bedingungen einen erstaunlichen Wachstumsschub.

- heranwachsende Knirpsmäuse teilen sich eher und regelmäßig ihre Schlafnester/Schlafkuhlen und werden dort auch von einzelnen adulten Mäusen geduldet.

- ist einmal ein Ausbruch geglückt wird noch viele Tage später an genau dieser Stelle patrouilliert und große Anstrengung unternommen noch einmal die Fremde erkunden zu können.
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Alt 25.03.2018, 18:33   #27 (Permalink)
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Standard AW: Afrikanische Knirpsmäuse- das große Haltungsexperiment

Interessanterweise hat bei beiden Pärchen die Nageleidenschaft am ehem. Übergangsort stark nachgelassen (ggFs höhere Zufriedenheit mit angenehmem Partner?).
Pärchen 1 lag heute mittag gemeinsam in einer Schlafkuhle
Pärchen 2 hat ihr Nest oder ihre Schlafkuhlen so verlegt, dass sie für mich nicht mehr einsehbar sind, (ausgehend von wo sie auftauchen schlafen sie vermutlich irgendwo in Wassernapfnähe) aktiv sind sie häufiger gemeinsam wobei der Bock gestern auch mal einen sexuellen Annäherungsversuch gestartet hat (weiter konnte ich dahingehend aber nichts beobachten).

Mittlerweile scheinen sie so scharf auf die Pinienkerne zu sein, dass sie sogar zu ungewohnten Zeiten aufstehen wenn sie mitbekommen, dass ich welche im Gehege (mit der Futterrunde) verteile. War heute irrtümlich eine Stunde früher dran als gewohnt und trotzdem hat es keine 2 Minuten gedauert und die Mäuschen waren an den Pinienkernen. Ein paar Minuten danach waren alle verschwunden wie von Geister- bzw. Mäusehand und die Winzlinge schlafen noch eine Runde.
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Alt 26.03.2018, 11:53   #28 (Permalink)
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Wie verfütterst Du die Süßkartoffeln ? Roh, gekocht ,mit oder ohne Schale ?

Ich habe jetzt auch welche gekauft ,und überlege noch ,was ich für mich und die Mäuse "zaubere".
Luzie F.R. ist offline   Seitenanfang Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2018, 20:10   #29 (Permalink)
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Hi Luzie F.R.- die Süßkartoffeln verfüttere ich roh und mit Schale (sind so auch für den Menschen genießbar und ungefährlich )

Zu den Fellis gibts nicht viel Neues zu berichten, nur, dass Pärchen 1 in der kleinen Duna letzte Nacht wieder viel am Panzertape genagt hat. Ist halt doch recht beengt. Wobei solche Gehegegrößen als dauerhafte Behausung auf erschreckend vielen Seiten im Netz genannt werden (vor allem für nur 2 Individuen)
Binchen ist offline   Seitenanfang Mit Zitat antworten
Alt 29.03.2018, 11:24   #30 (Permalink)
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Hmm, nach 4 Tagen bei durchgehend 18°C gefallen mir die Knirpse (zumindest 3 von 4en) wieder nicht so gut. Sie laufen aufgeplustert und ein wenig zusammengezogen durch die Gehege. Bei durchgehend 19°C war das nicht der Fall.
Da ich nicht weiß ob das Aufgeplustertsein bei Knirpsen normal ist (vergleichsweise sind die Degus bei Temperaturen von 15-18°C auch meist aufgeplustert und die Vögel im Winter auch) habe ich seit gestern zumindest wenn ich wach bin bis zu 20°C eingeheizt.
Mal sehen ob sich dadurch etwas ändert. Der erste Eindruck bei der abendlichen Aktivitätsphase gestern war positiv (nicht aufgeplustert und normal).
Das scheint mir eher ein Indiz dafür zu sein, dass das Aufplustern und zusammengezogen sitzen und ggFs auch laufen ein Mittel ist um die Körpertemperatur auch bei kühleren Temperaturen aufrecht halten zu können.

Pärchen 1 schläft unterschiedlich, mal zusammen, mal einzeln, mal im sich anbietenden Nestbereich unter dem Karton, mal woanders unter dem oder im Heu.

Pärchen 2 ich denke das adulte Weibchen ist ein sogenannter "weiblicher Bock" (weitere Infos dazu hier https://schlaumaeuse.jimdo.com/2018/...en-knirpsmaus/) ihre Schädelform weist darauf hin, sie lässt sich mit Abstand am besten beobachten (-> geringerer Fluchtreflex) und hat mich als einziges Mäuschen beim Sortieren in die Pärchen in die Fingerkuppe gebissen (hat sogar geblutet).
Hier konnte ich vorgestern wieder das Spektakel beobachten, dass der Bock das Weibchen stark bedrängt ( überall "betatscht" wäre wohl treffend beschrieben) jedoch kam es nicht zum Geschlechtsakt. (keine Ahnung ob das Weibchen nicht (mit ihm) wollte, es andere Gründe hatte (Temperatur?) oder es nicht aufnahmefähig war)
Interessanterweise kam es parallel dazu in der Nacht wieder zu sehr intensiven Ausbrechversuchen (nicht (nur?) an der ehem. Übergangs- und Ausbruchstelle) und ich frage mich ob es ein Zeichen ist dass sie aufnahmefähig ist oder es kurz bevor steht. Ein Instinkt damit sie großräumig markieren und so möglichst viele Männchen auf sich aufmerksam machen kann.
Nach dieser Nacht war der Spuk nämlich wieder vorbei.
Vor 9 Tagen dieselbe Beobachtung- > wenn sie alle 4-5 Tage aufnahmefähig wären (wie bei Farbmäusen soweit ich weiß) würde das die Theorie stärken.
Muss ich Sa/So mal aufpassen wie sie sich da verhält oder ob der 9 Tagesabstand sich wiederholt.
Binchen ist offline   Seitenanfang Mit Zitat antworten
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