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Alt 13.11.2017, 00:19   #1 (Permalink)
Jungmäuse
 
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Standard Charlie Pepsi und Fritzi freuen sich über Eure erfahrenen Tipps

Hallo Ihr lieben Farbmausbesitzer,

wir bräuchten von Euch mal ein paar Infos für den Start.

Seit einigen Tagen haben wir drei Farbmäuse. Sie sind noch recht jung. Ca. 9 Wochen. Meine Jungs und ich haben einen tollen, großen artgerechten Käfig für die Tiere. Mein erster Eindruck: sie fühlen sich wohl. Eine der Mäuse geht schon an Tag vier auf die Hand. Die anderen noch scheu, aber nun, alles braucht seine Zeit. Die Eingewöhnung lief gut.

Hier sind ein paar Fragen die ich habe:
1. Die Tiere machen ihre Geschäfte unter anderem auch in ihr Schlafhäuschen. Ihr derzeitiges Favoritenhaus steht auf der oberen Ebene auf dem Holz, was für Holz und Geruch und Reinlichkeit dauerhaft sicher nicht so prima ist. Hier sickert ja nichts sein.
Ist das normal, dass die Tiere auch in ihr Schlafhaus machen? Oder einfach noch Welpenschutz? Was würdet ihr tun? Darf ich das Häuschen runter in den Einstreu stellen (will sie ja nicht gleich stressen, wegen Gewöhnung).
2. Unser gemeinsamer Rhythmus muss sich sicher finden und uns ist klar, die Tiere sind Nachtaktiver. Und noch jung (macht das was aus?). Meine Söhne sind schon sehr verliebt in die kleinen Farbis, sehr liebevoll und möchten sich natürlich auch gerne mit den Kleinen Mäusen beschäftigen, nur wenn die Mäuse erst gegen 20:30 munter sind - da müssen die Kinder ins Bett. Etwas ungünstig ;) Was können wir tun, um alle kleinen Freuden zeitlich ein bisschen anzupassen? Gibt es Tricks, die Tierchen etwas eher in den Aktivmodus zu bewegen?
Wir möchten alles richtig machen, damit sich alle wohl fühlen und das wir in der Eingewöhnung sind, ist klar, aber ist es wie bei "Welpen", frühes Einspielen und Eingewöhnen ist besser, als zu spät?


Wir freuen uns auf Eure Tipps und Einschätzungen. Wie ging es Euch am Anfang?

Ganz liebe Grüße und Danke für Eure Anregungen jetzt schon mal,
Katrin, Moritz (12) und Thies (10) mit Charlie, Pepsi und Fritzi (drei Mädels)
Katrin Lohff ist offline   Seitenanfang Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2017, 11:26   #2 (Permalink)
Maus
 
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Standard AW: Charlie Pepsi und Fritzi freuen sich über Eure erfahrenen Tipps

Hey,

ich kann dir vielleicht nicht besonders viel helfen, aber bei mir siehts im Moment exakt genauso aus.

Ich habe am Mittwoch eine 4er Gruppe Mäusedamen bekommen.
Sie sind zwar schon etwas älter (6 Monate) aber verhalten sich wie deine.
Haben ihr Schlafhäuschen ebenfalls auf einer Ebene und halten das nicht sooo sauber..
Scheu sind sie auch noch ziemlich, bis auf eine, die kommt auf die Hand.

Aktiv werden die kleinen bei mir auch nicht vor 21 Uhr.
Tagsüber eher sporadisch und verschwinden auch schnell wieder wenn sie mich sehen.

Viele Grüße
Christina
Venturina ist offline   Seitenanfang Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2017, 18:27   #3 (Permalink)
Hausmaus im Mausehaus (o;
 
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Standard AW: Charlie Pepsi und Fritzi freuen sich über Eure erfahrenen Tipps

Willkommen bei den Mausverrückten.

Zitat:
Zitat von Katrin Lohff Beitrag anzeigen
Seit einigen Tagen haben wir drei Farbmäuse. Sie sind noch recht jung. Ca. 9 Wochen.
1. Die Tiere machen ihre Geschäfte unter anderem auch in ihr Schlafhäuschen. Ihr derzeitiges Favoritenhaus steht auf der oberen Ebene auf dem Holz, was für Holz und Geruch und Reinlichkeit dauerhaft sicher nicht so prima ist. Hier sickert ja nichts sein.
Du bist dir 100% sicher, dass du 3 Mädels erwischt hast? Wenn es "richtig doll riecht", kann das nämlich zwei Gründe haben: a) du hast einen Bock bei der Truppe... bitte unbedingt noch mal nachkontrollieren. Gerade wenn du die Mäuse aus einem Zooladen o.ä. hast, ist nicht sicher, ob es alles Mädel sind.
b) die Mäuse grenzen ihr Revier ab, weil alles neu ist. Hast du den Käfig vor dem Einzug der Mäuse mit Sabberlack oder Leinölfirnis gestrichen? Falls nicht: mach dir Gedanken, wie das nachzuholen wäre, denn der Mausurin zieht sonst unwiderbringlich in alle Holzteile, für immer.
Zitat:
Darf ich das Häuschen runter in den Einstreu stellen (will sie ja nicht gleich stressen, wegen Gewöhnung).
Ja, am besten aber dann, wenn alle Mäuse aus dem Haus sind und im Käfig unterwegs.

Zitat:
2. Unser gemeinsamer Rhythmus muss sich sicher finden und uns ist klar, die Tiere sind Nachtaktiver. Und noch jung (macht das was aus?). Meine Söhne sind schon sehr verliebt in die kleinen Farbis, sehr liebevoll und möchten sich natürlich auch gerne mit den Kleinen Mäusen beschäftigen, nur wenn die Mäuse erst gegen 20:30 munter sind - da müssen die Kinder ins Bett. Etwas ungünstig ;) Was können wir tun, um alle kleinen Freuden zeitlich ein bisschen anzupassen? Gibt es Tricks, die Tierchen etwas eher in den Aktivmodus zu bewegen?
Wir möchten alles richtig machen, damit sich alle wohl fühlen und das wir in der Eingewöhnung sind, ist klar, aber ist es wie bei "Welpen", frühes Einspielen und Eingewöhnen ist besser, als zu spät?
Mäuse sind kein Spielzeug und eigentlich Beobachtungstiere. Man kann versuchen, sie immer zum selben Zeitpunkt zu füttern, damit sie sich daran gewöhnen. Aber die "innere Uhr" einer Maus tickt nun mal überwiegend so, dass sie vorrangig in der Dunkelheit herauskommen. Mit ganz viel Geduld kann man Leckerli aus der Hand zu geben versuchen, aber nicht jeden Abend und auch nicht jedes Kind jeder Maus Leckerli geben... sonst bekommst du ganz schnell kugelrunde Mäuse, die noch weniger agil sind

Als Neuling in der Maushaltung empfehle ich dir, sich im Wiki einen ersten Überblick zu verschaffen
Mousyperson ist offline   Seitenanfang Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2017, 20:37   #4 (Permalink)
Pflegestelle
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Standard AW: Charlie Pepsi und Fritzi freuen sich über Eure erfahrenen Tipps

Herzlich Willkommen in der Mausebande

Ich bin schon seit ein paar Jahren Pflegestelle für Farbmäuse und hier sind eigentlich so gut wie alle Mäuse so ab 18/19 Uhr wach. Das liegt daran, dass wir mit den Tieren quasi den Raum teilen und um die Uhrzeit auch da sind und entsprechend Geräusche machen.
Aber es liegt garantiert auch daran (bzw. wahrscheinlich sogar eher daran), dass ich oft um 18 Uhr rum Wasser und Futter wechsle. Da ich so viele Pflegis habe, die teils auch krank sind o.ä., habe ich nicht so viel Zeit für jede einzelne Maus. Ich hab mir also angewöhnt, immer auch mal Leckerchen in den Napf zu geben. Das muss gar nicht jeden Tag sein, aber wenn sie das erst raus haben... Da siegt der Futterneid
Da ihr nur eine Gruppe habt (wobei eine Gruppe erst ab 4 Mäusen beginnt), wäre es zB auch möglich, dass ihr irgendein bestimmtes Geräusch macht, wenn ihr neues Futter und auch Leckerchen gebt. Damit die Mäuse es nach und nach damit verbinden und dann auch langsam fit werden.

Sabberlack oder Leinölfirnis würde ich auch unbedingt noch nachholen. Sonst dürft ihr euch bestimmt zur nächsten Vergesellschaftung nach einem neuen Mäuseheim umsehen Farbmausurin ist da nicht so nett Der frisst sich auf lange Sicht sogar bei Sabberlack und Leinölfirnis rein, aber ohne ist es sehr viel schlimmer.
Um das Holz zu behandeln, müssten die Mäuslein aber für ein Weilchen umziehen. Leinölfirnis braucht weniger lange als Sabberlack, weil man bei Sabberlack mehrere Schichten auftragen muss. Aber selbst Leinölfirnis würde ich nach dem Anstrich 2-3 Tage unbewohnt lassen Habt ihr denn etwas zum Ausweichen, auch wenn das vielleicht nicht die Mindestmaße erfüllt? Das ist für wenige Tage ja nicht so das Problem

Liebe Grüße,
Sabrina
Fluse ist offline   Seitenanfang Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2017, 23:18   #5 (Permalink)
mausgrau
 
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Standard AW: Charlie Pepsi und Fritzi freuen sich über Eure erfahrenen Tipps

Hallo Katrin,

in der Regel sind Mäuse sehr reinliche Tiere und oft suchen sie sich richtige "Pipi-Ecken" aus, in denen sie ihr Geschäft erledigen. Nun sind Eure Mäuse noch sehr jung und es sind keine "erwachsenen" Mäuse da, von denen sie sich dieses Verhalten abschauen können. Vielleicht sind sie auch noch sehr ängstlich und trauen sich nicht recht aus dem Häuschen.

Eine weitere mögliche Ursache für "stinkende" Mäuse kann ein zu häufiges Reinigen des Käfigs bzw. des Geheges sein. Mäuse sind "Nasentiere" und hinterlassen Geruchsspuren, in bestimmten Bereichen legen sie sogar regelrechte Geruchsstraßen an, entlang derer sie dann "der Nase nach" in hoher Geschwindigkeit hin und her sausen. Wenn das Gehege groß genug ist, dann sollte man es eher selten reinigen. Jede Reinigung, v.a. jede Vollreinigung, stürzt die Mäuse in "Verzweiflung", weil sie sich plötzlich nicht mehr auskennen. Das löst dann heftige Anstrengungen aus, alles wieder neu zu markieren und verstärkt somit die Geruchsbelästigung für die Menschenfreunde.

In der Regel passen die Mäuse mit der Zeit ihren Tagesablauf an "ihre" Menschen an, jedenfalls, wenn sie erst einmal Zutrauen zu den Menschen gefaßt haben. Dabei ist die sprichwörtliche Verfressenheit der Mäuse ein gutes Mittel der gegenseitigen Kontaktaufnahme. Wenn die Mäuse erst einmal mitbekommen haben, daß es zu einer bestimmten Tageszeit Futter und Leckereien gibt, dann laufen sie nicht selten um genau diese Zeit hoffnungsfroh im Gehege herum in Erwartung der kulinarischen Köstlichkeiten. Man braucht aber etwas Geduld. Es hilft auch, viel mit den Mäusen zu sprechen, so daß sie sich an die Stimme des Futtergebers gewöhnen.

Man kann sich aber nicht darauf verlassen. Manche Mäuse bleiben lebenslang sehr scheu, das ist von Maus zu Maus ganz unterschiedlich. Glücklicherweise sind die "Menschenkinder" ja schon recht groß und werden sicher verstehen, daß eine Maus kein "Schmusetier" ist. Viele Mäuse werden futterzahm, d.h. sie nehmen irgendwann Leckerli aus der Hand. Auf die Hand kommen die Mäuse tatsächlich aber eher selten.
Viele Grüße
Fufu

Geändert von Fufu (13.11.2017 um 23:25 Uhr)
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Alt 14.11.2017, 15:03   #6 (Permalink)
Jungmäuse
 
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Standard AW: Charlie Pepsi und Fritzi freuen sich über Eure erfahrenen Tipps

Hallo Venturina, Mousyperson, Fufu und Flause,

vielen dank für Eure Tipps und Kommentare. Das hat uns geholfen.

Ich will kurz kommentieren:

Es sind alles Mädels vom Züchter, aber ich denke, hier trifft Zweierlei aufeinander, junge Mäuslein die ihr neues Revier markieren und große Mäuse, die sich erst einmal an den Geruch gewöhnen müssen. So schlimm ist es gar nicht, und wenn es es im Sinne beider (Markierungen lassen, aber dennoch etwas Reinemachen-Köttel weg und mit feuchtem Küchentuch mal über die Pipistellen auf den Ebenen wischen, geht es ganz gut).

Ach ja und Sabberlack! Zu spät ;) Nachträglich schwierig. Aber: wir rüsten nun doch auf einen neuen noch größeren Käfig um. Von 75 auf 100 breite für die drei Damen. Den werden wir entsprechend preparien und dann, nur nach und nach Spielzeuge austauschen, so dass ihr Geruch erst mal bleibt.

Das unsere Mäuse keine Spielzeuge sind und Beobachtungstiere ist natürlich selbstverständlich und meine Jungs sind sehr einfühlsam, besonders der Große, der die "Führung und Eingewöhnung" übernimmt, macht das ganz toll. Immerhin ist Charlie jetzt schon ganz zutraulich, nach nur einer Woche!, Pepsi immerhin neugierig und Handnah und Fritzi braucht wohl noch, aber eben ganz so, wie sie mag. Bei uns MUSS keiner. Und überfüttert wird hier niemand, im Gegenteil, gesund und ausgewogen. Wie bei uns ;)

Wir haben jetzt beschlossen, dass wir, wenn sie sich so richtig eingelebt haben und wir sehen, wann sie aufstehen (vielleicht kommen unsere ja dann auch von selber schon um 18 Uhr wie bei dir Fufu) uns im Zweifel, müssen wir sie dann mit vorsichtigem wecken einfach auf eine für beide gute Zeit gewöhnen.

Toll, wie dieses Thema jeden Tag wächst und egal wie viel man vorher liest und sich informiert, danke auch nochmal für den Link Mousyperson, dieses Seite finde ich auch ganz toll!
http://www.diebrain.de/ma-index.html

Ganz liebe Grüße an Euch, Katrin
Katrin Lohff ist offline   Seitenanfang Mit Zitat antworten
Alt 14.11.2017, 15:11   #7 (Permalink)
Jungmäuse
 
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Standard AW: Charlie Pepsi und Fritzi freuen sich über Eure erfahrenen Tipps

Ach und noch was:

THEMA VERGESELLSCHAFTUNG - NEUZUGANG ??

wir überlegen, ob wir den drei Mädels noch zwei weitere Freundinnen dazu nehmen? Den großen Käfig holen wir ja nun und wir dachten, das bietet sich an, mit vorsichtiger und richtiger Vergesellschaftung ....

Würdet ihr das jetzt schon machen (Mäuse noch jung und selber noch nicht final eingewöhnt) oder noch warten?

Was ist für die Mäuse gut und - machen 5 mehr aus als 3?
Eigentlich fühlen die sich doch in größeren Gruppen umso wohler und mehr Action ist auch

Danke nochmal für Eure Meinung,
Katrin
Katrin Lohff ist offline   Seitenanfang Mit Zitat antworten
Alt 14.11.2017, 15:31   #8 (Permalink)
mausgrau
 
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Standard AW: Charlie Pepsi und Fritzi freuen sich über Eure erfahrenen Tipps

Hallo Katrin,
das hatte ich mir "verkniffen", die Bemerkung, daß Mäuse sich eigentlich erst in einer Gruppe ab 4 Tieren wohlfühlen. Wenn ihr eh mit der Anschaffung eines größeren Käfigs liebäugelt, dann wäre es gar keine schlechte Idee, die Gruppe vorher noch etwas "aufzustocken". Dann würde ich aber zu 2-3 Kastraten raten. In der Regel sind gemischte Gruppen harmonischer und wenn jetzt noch mal sehr junge Mädels dazu kämen, könnte es eventuell Probleme geben.

Wenn ihr sowieso einen neuen Käfig plant, noch ein kleiner Rat: Er ist IMMER zu klein. Je mehr man den Mäuslein zusieht und merkt, wie begeistert sie auf mehr Platz reagieren, je mehr sie sich ins Menschenherz genagt haben, desto schöner will man es den Tieren machen. Und - schon ist der neue Käfig wieder zu klein! Lieber Klotzen als Kleckern - wenn das Platzangebot es zuläßt, dann würde ich den nächsten Käfig gleich bei 1,20 auf 50 oder 60 ansetzen und in die Höhe, soweit es geht. Und lieber in Ruhe planen, ehe man wieder irgendwas gekauft hat, womit Mensch und Maus dann doch wieder nicht zufrieden sind. Du kannst auch unter der Rubrik "Haltung - Farbmäuse" Deine Vorstellungen vom Käfig beschreiben und Dir wichtige Tipps holen und gleichzeitig typische Fehler vermeiden. Wenn handwerklich geschickte Hände in der Familie sind, empfiehlt sich gleich ein Eigenbau. Der hat den Vorteil, daß man die vorgegebenen Platzverhältnisse optimal nutzen und das Gehege dann auch individuell gestalten kann. Dabei wäre auch zu überlegen, ob nicht eine Offenhaltung in Frage kommt. Das sind Gehege, die zumindest in den oberen Etagen ohne Gitter frei zugänglich sind. Man bekommt viel schneller Kontakt zu den Mäusen, wenn nicht immer vorher eine Käfigtür geöffnet werden muß. Überlegt Euch das mal in Ruhe - es macht wirklich Spaß, den Mäuschen einen super neuen Lebensraum zu gestalten.
Viele Grüße
Fufu
Fufu ist offline   Seitenanfang Mit Zitat antworten
Alt 14.11.2017, 18:41   #9 (Permalink)
Hausmaus im Mausehaus (o;
 
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Standard AW: Charlie Pepsi und Fritzi freuen sich über Eure erfahrenen Tipps

Ich würde dann, wenn der neue Käfig einzugsbereit ist (diesmal gestrichen...) auch gleich die Gruppe aufstocken, rate ebenfalls zu 2 oder 3 Kastraten, weil deine weiblichen Mäuse demnächst im sogenannten Zickenalter sind. Die erste VG ist immer was Besonderes, aber "bangemachen gilt nicht"

Der neue Käfig hat den Vorteil, dass er noch geruchsneutral für alle ist, das macht es einfacher für dich. Dann aber bitte wie bei einer Vergesellschaftung üblich vorgehen und zuerst kleiner abtrennen und am besten ohne Inventar gleich im Endgehege beginnen. Das wäre sozusagen "ein Abwasch".
Den Luxus hat man nicht oft, in einem völlig geruchsneutralen Gehege eine VG zu beginnen. Also das neue Gehege bitte auch so planen, dass es kleiner abtrennbar ist für VGs. Entweder mit Trennbrett oder ein Gitter. Manche vergessen das und haben dann Probleme mit dem "kleiner setzen" der Mäuse. Mach dich bitte vorher schlau, wie du am besten das bisher vorhandene Inventar geruchsneutral bekommst Übersicht zu VG

Und besorg dir bitte unbedingt auch vorher neues Inventar mit wenig Streitpotential für die ersten Inventargaben, also Äste, Weidenbrücke und Co. Hier ist im Wiki das Inventar nach Streitpotential sortiert:
Inventar - kategorisiert nach "Streitpotential"

Na dann mal ran an die Buletten - vielleicht schaust du mal im Käfigfotothread rein, was dir gefallen könnte und machst erst mal eine Skizze, über die man hier noch mal drübergucken kann.
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Alt 14.11.2017, 23:16   #10 (Permalink)
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Standard AW: Charlie Pepsi und Fritzi freuen sich über Eure erfahrenen Tipps

Liebe Fufu, liebe Mousyperson,

also wir haben nicht mehr als 100 in der Breite, aber viele natürliche Spielemöglichkeiten kreativ im Käfig eingerichtet, so können sich alle austoben

Fufu, deine Idee mit den Kastraten finde ich super. Da habe ich heute Nachmittag noch einen Abstecher zu unserer "Fachberaterin" gemacht. Sie hingegen empfiehlt uns keine Aufstockung der Gruppe!?
Ihre Meinung: die Mädels haben sich jetzt aneinander gewöhnt, kennen es ja nicht anders (wir haben die drei genau eine Woche) und sorgt sich, dass das Ganze ebenso schief gehen kann mit einer 50/50 Chance, sagt sie.
Ich soll die Gruppe lieber so lassen wie sie ist.

Dann hörte ich, zwei Kastraten würden sich auch raufen....
Nun, wie wäre es mit einem Hahn im Korb, mir würde das Szenario durchaus reichen und hätte Lust auf diese Kombi, doch sind unsere Mäusemädchen dann "glücklicher"? Stress möchte ich nicht riskieren.

Ich bin ich verunsichert. Wie ist Eure Erfahrung?

Mousyperson, danke für deine ersten VG Tipps. Ich dachte eben auch, dass es jetzt gut klappen könnte mit dem Neuzugang und neuem Käfig.
Wie ist deine Einschätzung. Habt ihr sowas schon öfter gemacht?

Danke und schönen Abend an Euch,
Katrin
Katrin Lohff ist offline   Seitenanfang Mit Zitat antworten
Alt 14.11.2017, 23:51   #11 (Permalink)
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Mousyperson, WIKI ist toll!!

Bei VG las ich das:
"Solange es mindestens 2 Tiere sind, die sich gut verstehen, ist es völlig unnötig, eine VG mit weiteren Mäusen zu starten, da dies einerseits nur zu enormen Stress führt und andererseits die Anzahl der VGs im Leben der Maus so innerhalb kurzer Zeit „verbraucht“ wird. Außerdem kann es unter Umständen passieren, daß eine intakte 2-er Gruppe durch die Neuankömmlinge zerbricht und sich beim eventuell notwendigen Trennen auch diese Tiere nicht mehr miteinander verstehen."

Vielleicht sollte ich das einfach so lassen wie es jetzt ist. Die drei vertehen sich super und alles ist harmonisch.

Katrin Lohff ist offline   Seitenanfang Mit Zitat antworten
Alt 15.11.2017, 18:49   #12 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Katrin Lohff Beitrag anzeigen
Da habe ich heute Nachmittag noch einen Abstecher zu unserer "Fachberaterin" gemacht. Sie hingegen empfiehlt uns keine Aufstockung der Gruppe!?
Ihre Meinung: die Mädels haben sich jetzt aneinander gewöhnt, kennen es ja nicht anders (wir haben die drei genau eine Woche) und sorgt sich, dass das Ganze ebenso schief gehen kann mit einer 50/50 Chance, sagt sie.
Ich soll die Gruppe lieber so lassen wie sie ist.
Waren die drei Mäuse schon vorher eine Gruppe?
Sind es Geschwister?
Falls nein: wie lange sind die zusammen bevor du sie übernommen hast?

Also ich finde es fragwürdig, pauschal von einer 50/50-Chance zu sprechen, das ist sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Die Idee kam von dir, eventuell neue Mäuse bei größerem Gehege dazu zu tun. Von Fufu und mir kam darauf der Hinweis "klappt am sichersten mit 2-3 Kastraten" weil du eine reine Mädeltruppe hast, die noch dazu nicht aus dem Zickenalter heraus sind. Mit anderen Mädels wäre die potentielle Streitgefahr größer, als mit den genannten Kastraten.

Zitat:
Dann hörte ich, zwei Kastraten würden sich auch raufen....
Das trifft vielleicht auf einige ganz frisch kastrierte zu, die sich womöglich vorher schon nicht verstanden und gefetzt haben. Wenn du zwei Kastraten hast, die sich bereits kennen und sich verstehen, gibt es keine Probleme zwischen denen. Dazu muss man sich die Tiere vorher ansehen oder aber aus sicherer Quelle haben, z.b. der Nagerschutz wäre eine Möglichkeit. Die Kastraten können ohnehin erst nach 3 Wochen nach der Kastrations-OP zu den Mädels, in dieser Zeit klingen auch die Bock-Hormone normalerweise ab, die für die Aggression verantwortlich sind.

Zitat:
Nun, wie wäre es mit einem Hahn im Korb, mir würde das Szenario durchaus reichen und hätte Lust auf diese Kombi, doch sind unsere Mäusemädchen dann "glücklicher"? Stress möchte ich nicht riskieren.
Sie sind meiner Meinung nach ausgeglichener und leben mehr ein "normales Mausleben". Dazu gehört auch, dass die Mädels ihre Triebe mit den Kastraten ausleben können.

Einen Einzelkastraten zu den 3 Mäusen hinzusetzen wäre prinzipiell auch möglich, ich denke aber, dass es unproblematischer ist, zwei oder gar drei zu nehmen, da sich das Geschnüffel und hinterherrennen in der Kennenlernphase mehr verteilt und nicht nur auf einen konzentriert. Die Chance für eine reibungslose VG ist mMn größer, wenn man mehr als einen zu den Mädels setzt.

Zum Wiki:
Zitat:
Bei VG las ich das:
"Solange es mindestens 2 Tiere sind, die sich gut verstehen, ist es völlig unnötig, eine VG mit weiteren Mäusen zu starten, da dies einerseits nur zu enormen Stress führt und andererseits die Anzahl der VGs im Leben der Maus so innerhalb kurzer Zeit „verbraucht“ wird. Außerdem kann es unter Umständen passieren, daß eine intakte 2-er Gruppe durch die Neuankömmlinge zerbricht und sich beim eventuell notwendigen Trennen auch diese Tiere nicht mehr miteinander verstehen."
Das kann man nicht so aus dem Zusammenhang gerissen betrachten. Es gibt keine festgelegte "Anzahl von VGs im Leben einer Maus", sondern einen "Richtwert", das ist kein Dogma. Eine Maus wird im Schnitt ungefähr 2 Jahre alt, wenn man von den empfohlenen 6 Monaten Pause zwischen zwei VGs ausgeht, wären das also 3 VGs in diesem einen Mausleben. Die Mäuse zeigen es dem Halter in der Regel, ob sie sich noch zu zweit oder zu dritt wohlfühlen, viele verkriechen sich und sind nur noch selten zu sehen wenn beispielsweise die dritte Maus einer Gruppe gestorben ist. Das hat damit zu tun, dass Mäuse Beutetiere sind und je größer die Gruppe ist, desto kleiner die Gefahr für die Einzelmaus. Eine "übrig gebliebene Maus", die bereits 3 VGs hatte, läßt man auch nicht alleine hocken, in dem Fall ist es piepegal, Hauptsache die Maus ist nicht allein.

Eine "richtige" Gruppe fängt ab 4 Mäusen an, so ist hier die Grundmeinung, auch das ist kein Dogma, denn man muss nicht unbedingt 4 Mäuse oder mehr halten, es stellt ebenfalls ein "Ideal" dar.

Also liegt es an deinen Mäusen, ob sie sich genug sind und an dir, ob dir die Gruppe so gefällt, ob du sie so läßt oder nicht. Aber wenn du sie vergrößern möchtest, dann am ehesten mit 2 oder 3 Kastraten.
Mousyperson ist offline   Seitenanfang Mit Zitat antworten
Alt 15.11.2017, 19:18   #13 (Permalink)
mausgrau
 
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Hallo Katrin,
kann es sein, daß Deine "Fachberaterin" eine Züchterin ist? Falls ja, Züchter kennen in der Regel keine Kastraten, sondern nur das Verhalten von Mäuseböckchen und das ist - unbestritten! - problematisch. Kastrierte Mäuseböckchen dagegen sind meist ganz zauberhaft. Die Gruppe so zu lassen ist die "sicherste" Methode. Das bedeutet aber nicht, daß es auch die schönste ist. Weder für Mensch, noch für Maus. Ich hab nur gemischte Gruppen - Mädel und Kastraten - und diese Gruppen sind in der Regel sehr harmonisch. Außerdem besteht bei einer Dreiergruppe immer die Gefahr, daß sich die Gruppe schnell verkleinert, falls eine Maus sterben sollte. Auch verhalten sich größere Gruppen ganz anders - die Mäuse fühlen sich offenbar einfach sicherer in einer größeren Gruppe, es ist mehr los und die Mäuse haben untereinander mehr Möglichkeiten für soziale Kontakte.
Bestimmt bekommst Du noch andere Antworten und Du kannst es Dir ja noch überlegen.
Viele Grüße
Fufu

Edit: Mein PC war gestern abgestürzt, aber überraschenderweise ist die Antwort heute noch da, berücksichtigt jetzt aber nicht die letzten Beiträge.

Geändert von Fufu (15.11.2017 um 19:21 Uhr)
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Alt 15.11.2017, 19:46   #14 (Permalink)
Jungmäuse
 
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Standard AW: Charlie Pepsi und Fritzi freuen sich über Eure erfahrenen Tipps

Liebe Mousyperson,

vielen vielen dank für deinen ausführlichen Bericht und alle davor!
Danke, dass du dir so viel Zeit für meinen ganzen Textwirrwarr genommen hast. Mein Kopf ist einfach noch voll von Fragen.

Schön ist, dass du so viel Erfahrung mit den Mäusen hast, das hört man, wenn du schreibst. Na ja, seit `98 ist ja man auch eine Weile ..... wow!
Wir fangen erst an und natürlich ist da noch eine Menge Unsicherheit.
Mal sehen, was wir machen werden. Viele Pros und Contras.
Ich lasse das Ganze mal sacken und höre auf mein Gefühl. Das ist meist ganz brauchbar.

Am Freitag holen wir den Käfig und werden ihn sukzessive "aufrüsten".
Mal sehen, was wir dann wollen und wie wir finden, dass die Mädels drauf sind. Die werden sich ja auch noch ein bisschen entwickeln und weiter eingewöhnen (heute sind sie erst eine Woche bei uns).
Wie wollen uns auch nicht überfordern....mal sehen...und danke nochmal. Ich melde mich und halte Euch auf dem Laufenden, was wir machen.

Herzlichst,
Katrin
Katrin Lohff ist offline   Seitenanfang Mit Zitat antworten
Alt 15.11.2017, 20:05   #15 (Permalink)
Jungmäuse
 
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Liebe Fufu,

danke auch dir!! Die "Fachberaterin" ist eine sehr nette Veterinärassistentin die in einer schönen großen Tierhandlung hier in Hamburg arbeitet. Dort haben wir die Mäuse her. Die wiederum beziehen die Tiere von einem Hamburger Züchter, der zertifiziert ist. Alle Mäuse werden gecheckt.
Die gehen verantwortungsvoll mit den Tieren und den Verkäufen um und beraten gut. Das Ganze machte mir einen guten Eindruck.

Aber: sie haben eben nicht die "Mäuseerfahrung" die ihr habt. Definitiv. Daher vertraue ich Euren Stimmen.

Wie schon zu Mousyperson gesagt, ich lasse das mal sacken und gucke, was mein, unser Bauch in ein paar Tagen sagt. Der neue Käfig muss ja auch erst mal "eingerichtet" werden.

Liebe Grüße Katrin
Katrin Lohff ist offline   Seitenanfang Mit Zitat antworten
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