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Mausebande Forum

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Alt 30.10.2007, 17:47   #16 (Permalink)
Inventar
 
Benutzerbild von Boody
 
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Standard AW: Die letzte Maus...

Es gibt immer die Möglichkeit, eine Maus weiterzuvermitteln. Frage ist nur, wieviel der Besitzer bereit ist zu tun, um einen geeigneten Halter zu finden...

Dass eine "überlebende" Maus alleine bleiben muss ist absolut unnötig!!!
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Alt 30.10.2007, 18:02   #17 (Permalink)
Kürbiskerndieb
 
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Standard AW: Die letzte Maus...

Da muss ich aber noch was dazu sagen, bei mir im Umkreis gäbe es keine dieser genannten Möglichkeiten! Es gibt eben auch Orte, die nicht so umgeben sind wie bei euch vielleicht. In unseren Tierheimen gibt es beispielsweise keine Mäuse und auch in den Anzeigen und sonstigen Tiervermittlungen sind keine Mäuse aufgelistet. Also was für eine Möglichkeit hätte ich dann beispielsweise? Einem Schlangenhalter könnte ich meine Maus nicht geben, das würde mir sehr, sehr weh tun und ich hätte auf ewig noch ein schlechteres Gewissen, als die Maus notfalls wirklich alleine zu halten, bis sie stirbt.

Was ich im Allgemeinen noch sagen will, ist, dass ihr immer nur von euren Positionen denkt. Aber es ist nicht alles immer so einfach, wie beispielsweise bei euch in der Umgebung. Wenn man in kleineren Orten wohnt und da nicht so die Möglickeiten gibt, wie bei euch, da kann man jemanden nicht gleich verurteilen! Klar ist es toll, wenn man solche Möglichkeiten hat, aber es gibt eben auch Leute, die solche Möglichkeiten wirklich nicht haben - und dann???
Denkt doch bitte auch mal darüber nach.
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Alt 30.10.2007, 18:10   #18 (Permalink)
Mäuse- und Rattenfan
 
Benutzerbild von sevenofnine
 
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Standard AW: Die letzte Maus...

JeyPi, zum Thema "Tierheim und keine Mäuse" - in unserem Tierheim gab es auch nie Mäuse... und dann eines Tages gab es dann einen für dieses kleine Tierheim relativ großen "Notfall" mit über 20 Mäusen, von denen wir dann 12 aufgenommen haben - man sollte also nie "nie" sagen...
Aber zum eigentlichen Thema:
Wegen meiner Mäuseallergie sind ja unsere Mäuse "Auslaufmodelle". Die Truppe ist von 24 Mäuschen zu Spitzenzeiten inzwischen auf 9 Mäuse geschrumpft - klingt immer noch viel, aber die Älteste ist über 16 Monate alt, die Jüngsten sind 10 Monate alt und die dazwischen ca. 13-14 Monate. Es ist also absehbar, dass im Laufe des nächsten halben Jahres sich die Gruppengröße drastisch reduzieren wird.
Wir haben auch lange, lange überlegt, was wir machen wollen. Unsere uns so ans Herz gewachsenen Mäuse in fremde Hände geben? Das fällt uns verdammt schwer.
Aber eine einsame Maus übrig zu behalten, nur weil wir uns nicht trennen können? Das würde uns ebenfalls das Herz brechen.
Also haben wir folgenden Plan gefasst:
Wenn die Gruppengröße auf 4 Mäuschen geschrumpft ist, werde ich hier im Vermittlungsforum alle 4 Mäuse vorstellen und anfragen, wer evtl. bereit wäre, die letzten beiden verbleibenden zu übernehmen. So kann sich der potenzielle Abnehmer schon mal ein Bild von den evtl. zu übernehmenden Mäuschen machen, etwas über ihr Leben und ihre Gefährten erfahren.
Wenn sich herausstellen sollte, dass die letzten Mäuschen alle irgendwie schwer krank oder total altersschwach sind, dann werden natürlich alle zusammen erlöst und keine mehr vermittelt.
Wenn aber noch zwei fitte Mäuschen übrigbleiben, dann werden wir die (schweren Herzens, aber im Sinne der Mäuse) in liebevolle Hände abgeben und hoffen, dass sie noch eine schöne Zeit haben dürfen.
LG, 7of9
sevenofnine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2007, 18:19   #19 (Permalink)
Kürbiskerndieb
 
Registriert seit: 25.10.2007
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Standard AW: Die letzte Maus...

Ich finde sowas ja auch schön, wenn die letzte Maus oder die letzten Mäuse vermittelt werden können, aber das klappt halt nicht wirklich immer. Hier in diesem Forum hab ich bis jetzt echt noch niemanden gesehen, der in meiner Nähe wohnt und ich gucke regelmäßig in die Tierheime, die bei mir in der Umgebung sind und Mäuse sind da nie, meist Ratten oder Meerschweinchen. Klar, kann es auch mal sein, dass ein Mäusenotfall in eines unserer Tierheime kommt, aber wenn nicht?

Vor einigen Jahren, als ich mich mit Mäusen noch nicht ganz so gut auskannte, hatte ich ein Mäuseböckchen geschenkt bekommen. Ich hielt es allein, als ich dann gelesen hab, dass man Mäuse auf keinen Fall alleine halten darf, da versuchte ich zu vergesellschaften, aber mein Mäuserich wollte einfach niemanden bei sich haben, eines hatte er gebissen, dass es blutete! Und er blieb halt dann allein, weil nichts zu machen war und wie es so hieß, dass Mäuse allein nicht lange leben, da sie aus Einsamkeit sterben, so war dies hier nicht der Fall, denn mein Mäuserich wurde knapp 2 Jahre und fühlte sich alleine wohl. Es gibt halt auch Ausnahmefälle!
JeyPi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2007, 18:27   #20 (Permalink)
Studiermaus
 
Benutzerbild von Ungehorsam
 
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Standard AW: Die letzte Maus...

jeypi, setzt du dich eigentlich bewusst in alle nesseln, die das forum in punkto artgerechter farbmaushaltung bereit hält?

ich darf kurz einige deiner ansichten korrigieren:
* es ist für eine maus weniger schlimm, mit einem happs von einer schlange aufgefressen zu werden, als ihr leben allein zu verbringen.
der einzige, der damit ein problem hat, ist der halter. er hat angst vor dieser wahrheit, beruhigt sein gewissen, in dem er behauptet, die einzelmaus wäre glücklich. ja, das IST tierquälerei.

*ich wohne mal in hamburg, mal in oldenburg, mal in trier. meine mäuse sind aus bremen, schleswig und trier. guck mal auf die karte, wo das alles liegt. will sagen: man muss warten, suchen, organisieren, leute ansprechen, wildfremde tierheime anrufen und mitfahrgelegenheiten organisieren. das ist AKTIVER tierschutz

*alle anderen foren ausser diesem sind, was die strenge und konsequenz artgerechter haltungs- und ernährungsberatung anbelangt, eierkuchenforen. es wird der bequemlichkeit der halter nach dem mund geredet.

*in diesem forum wird nicht einfach so irgendeine position vertreten, sondern (leider ) aufgrund von erfahrungen. man kann sich dagegen sperren und sich argumente für einzelhaltung aus den fingern saugen oder sich eingestehen, dass man das rad nicht neu erfinden muss und auf die klugen leute hören
Ungehorsam ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2007, 19:59   #21 (Permalink)
advocatus diaboli
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Benutzerbild von Schattenschwinge
 
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Standard AW: Die letzte Maus...

JeyPi,

Natürlich kann man eine männliche farbmaus nicht so einfach mit einem anderen Bock zusammensetzen. Das solltest Du inzwischen doch wissen? Das ist aber noch lange kein Grund, ein solches Tier allein zu halten. Kastrieren und mit Mädels vergesellschaften - schon klappt´s, und der Herr ist glücklich.

Zitat:
Einem Schlangenhalter könnte ich meine Maus nicht geben, das würde mir sehr, sehr weh tun und ich hätte auf ewig noch ein schlechteres Gewissen, als die Maus notfalls wirklich alleine zu halten, bis sie stirbt.
Das ist eine, wie ich finde, sehr egoistische Einstellung. Es geht Dir dabei nicht um die Maus, sondern allein um Dich. Dein schlechtes Gewissen ist Deine Sache - dieses die Maus ausbaden zu lassen, und Dir die Sache dabei noch schönzureden, weil Du Dich nicht in der Lage siehst, eine sinnvolle, vernünftige Entscheidung zutreffen - ja, das ist Tierquälerei.

Mit der Frage "Was mache ich, wenn nur noch eine Maus übrig ist" hat man sich als Mäusehalter bitteschön auseinanderzusetzen, bevor man sich Mäuse ins Haus holt. Zur Not auch noch, wenn die Mäuse schon eingezogen sind. Mäuse leben 1-2-3 Jahre, sind recht anfällig und extreme Rudeltiere - dieses Dilemma ist doch absehbar. Wer sich damit nicht von vornherein abfinden kann, sollte sich mE entweder für andere Tiere entscheiden, oder sich in der Zeit, die ihm und seinen Mäusen zur Verfügung steht, intensiv damit auseinandersetzen. Entweder ist man schließlich auch gewissenstechnisch bereit für den Fall "letzte Maus" - oder man ist zumindest in der Lage, dann eine rationale Entscheidung zu treffen und danach zu handeln.

Laurinchen hat das geschafft.


Und jetzt noch ein Wort zum Thema Tod.

Sterben, Tod und alles, was damit zusammenhängt, ist in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr akzeptiert. Man spricht nicht darüber, man denkt nicht daran, man schiebt dieses Thema weit von sich. Tod wird als Tabu angesehen.

Diese Einstellung ist jedoch für einen Mäusehalter sehr problematisch. Mäuse sind kurzlebig und werden von allem möglichen hinweggerafft. Kurz, der Tod ist für Mäuse, und damit auch für ihren Halter, ein ständiger Begleiter. Jeder Farbmaushalter tut deshalb gut daran, dieses Tabu für sich und für seine Tiere abzulegen und sich, entgegen den gesellschaftlichen Normen, damit zu beschäftigen.

Um vorbereitet zu sein. Um im Notfall, der bei Mäusen sehr rasch eintreten kann, Herr der Lage zu bleiben, rationale Entscheidungen treffen und diese mit seinem Gewissen vereinbaren zu können. Wer den Tod nicht akzeptieren kann und auch nicht bereit ist, sich auf dieses Thema einzulassen, ist nicht als Mäusehalter geeignet.

Dies betrifft zwei Ebenen:

Zum einen den Halter selbst. Wer Mäuse hält, insbesondere wer viele Mäuse hält, begegnet dem Tod immer wieder. Manchmal ist er absehbar, in anderen Fällen kommt er überraschend. Mit beidem muss der Halter klarkommen. Wer den Tod eines geliebten Tieres kaum verwinden kann, sollte sich an langlebigere Haustiere halten. Natürlich sterben diese auch, und je länger die den Halter begleitet haben, desto intensiver die Bindung, desto schmerzhafter der Abschied - allein, die Menge macht´s. Ein Hundeleben ist so lang wie 5 Mäuseleben, ein Katzenleben sogar 10 mal so lang.

Und zum anderen das Tier. Wer nicht darauf vorbereitet ist, dass seine Mäuse eines Tages erkranken und sterben werden, kann diesen Tieren in der Situation nicht gerecht werden. Und wer den Tod, die Endlichkeit eines Mäuselebens nicht akzeptiert, kann nicht rechtzeitig handeln, wenn der Zustand der Maus es erfordert. Wie oft habe ich schon erlebt, dass Halter ihre Mäuse partout nicht sterben lassen konnten. Da wurden Mäuse tagelangen, manchmal wochenlangen Todeskämpfen überlassen, nur weil der Halter nicht in der Lage war, den einen Schritt zu gehen und seine Maus euthanasieren zu lassen. Weil er ihren Tod nicht akzeptieren konnte - und weil er sich, im übertragenen Sinn, die Hände nicht schmutzig machen wollte.

Was dabei völlig übersehen wird, ist folgendes: Der Tod hat für eine Maus eine gänzlich andere Bedeutung, einen anderen Stellenwert als für einen Menschen. Mäuse sind nicht in der Lage, über ihren Tod nachzudenken. Natürlich versuchen sie, den Tod zu vermeiden - weil die Natur sie darauf programmiert hat, ihre Art zu erhalten (und das sehr effektiv). Aber Mäuse nehmen den Tod in manchen Situationen auch billigend in Kauf - oder erwarten ihn sogar. Eine Mäusemutter kann aus verschiedenen Gründen ihre eigenen Jungen fressen. Für die Maus ist das kein Drama - es ist im jeweiligen Kontext schlicht sinnvoll. Notwendig. Schwer kranke Mäuse, die fühlen, dass sie sterben, wehren sich nicht dagegen - im Gegenteil. Sie verlassen die Gruppe, sondern sich ab und warten abseits auf ihren Tod - um die Gruppe nicht zu gefährden. Der Tod ist für Mäuse ein ständiger Begleiter. Entsprechend hat die Natur Mäuse mit Strategien ausgestattet, um damit optimal umzugehen.

Wenn also eine Maus von einer Schlange gefressen wird, ist das aus Sicht der Natur für die Maus - ein Normalfall. Wenn aber eine Maus über Wochen, Monate, vielleicht Jahre allein leben muss, ist das für die Maus vollkommen wider die Natur. Die Maus entbehrt ohne ihr Rudel ihren wichtigsten Schutz - sie ist schutzlos und muss ständig damit rechnen, in einem unwachsamen Moment von einem freßfreind gerissen zu werden. Das ist eine Situation, auf die eine Maus nicht vorbereitet ist. Das ist reiner Stress, dauerhafte Furcht und Unsicherheit. Wie lange eine Maus in einer solchen Lage überleben kann, ist irrelavant. Relevant ist, dass sie auf diese Weise ein furcht-bares Leben führt.

Das ist es, womit Mensch sich auseinandersetzen muss, wenn er verantwortungsvoll Mäuse halten möchte. Wer allein die menschliche Sichtweise auf seine Mäuse anwendet, und nicht bedenkt, dass hier auch noch eine andere, eine mäusischere Sichtweise erforderlich wäre, kann seinen Mäusen letzten Endes nicht gerecht werden.
Schattenschwinge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2007, 22:44   #22 (Permalink)
Mauslos im Mäuseland
 
Benutzerbild von Moonshadow
 
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Standard AW: Die letzte Maus...

Hallo.

Zitat:
Was ich im Allgemeinen noch sagen will, ist, dass ihr immer nur von euren Positionen denkt. Aber es ist nicht alles immer so einfach, wie beispielsweise bei euch in der Umgebung. Wenn man in kleineren Orten wohnt und da nicht so die Möglickeiten gibt, wie bei euch, da kann man jemanden nicht gleich verurteilen!
Dazu muss ich jetzt mal was loswerden.
Ich wohne in einem Dorf mit ca. 4000 Einwohnern. Die nächste etwas größere Stadt (ca. 60000 Einwohner) mit Bahnhof ist 15 Minuten Autofahrt entfernt.
Natürlich ist das nicht wirklich "Einöde", es gibt auch mindestens drei User im Umkreis von 50 km - aber ich denke schon, dass ich in einem kleineren Ort wohne.
In den direkt umliegenden THs gibt es fast nie Farbmäuse. Daher habe ich mir auch vor Jahren meine ersten Mäuse aus einer Zoohandlung geholt.

Und ich bin mir 100%ig sicher, dass, wenn ich heute hier gerne Mäuse hätte oder welche vermitteln wollte, das auch klappen würde. Es gibt Mitfahrgelegenheiten quer durch Deutschland. Es gibt Foren wie dieses.
Ohne dieses Forum würde ich wohl ähnlich denken wie du - ich würde glauben, in der Nähe gäbe es ja keine Mäuse, auch würde ich dann hier keine anderen Mäusehalter kennen. Ich wäre früher sicherlich nicht auf die Idee gekommen, mir Mäuse von weiter weg bringen zu lassen.
Aber mit der Hilfe von Foren wie diesem ist das alles wirklich kein Problem. Solange der Besitzer ggf. bereit ist, in die nächste etwas größere Stadt zu fahren, kann man hier auch Mäuse nach Pusimuckituckiland vermitteln...

Das nur, weil ich nicht stehen lassen möchte, dass "wir" ja alle mit guter Infrastruktur wohnen (wir haben einen Bus pro Stunde ^^ ), dass "wir" uns gar nicht in die Lage anderer versetzen können.
Wir haben alle Internet, wir sind alle hier. Es gibt doch dieses Forum u.a. gerade deshalb, damit auch Leute auf Käffern im Ödland Notfallmäuse bekommen können - wenn sie nur wirklich wollen.

LiGrü,
Mooni

[EDIT]
Ich möchte diese Sätze aus Schattenschwinges Forum nochmal hervorheben, weil ich sie ungemein wichtig finde:
Zitat:
Wenn also eine Maus von einer Schlange gefressen wird, ist das aus Sicht der Natur für die Maus - ein Normalfall. Wenn aber eine Maus über Wochen, Monate, vielleicht Jahre allein leben muss, ist das für die Maus vollkommen wider die Natur.
Bevor man ein soziales Tier alleine verkümmern lässt, ist der Tod für das Tier auch in meinen Augen die bessere Alternative. Egal, ob der Halter das wahr haben will oder nicht.

Geändert von Moonshadow (30.10.2007 um 22:48 Uhr).
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Alt 31.10.2007, 01:06   #23 (Permalink)
Kürbiskerndieb
 
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Standard AW: Die letzte Maus...

Mir wurde ja hier im Prinzip unterstellt, ich könne mich mit dem Tod nicht auseinandersetzen. Dazu möchte ich jetzt mal was sagen:

Für mich ist es in der Tat ziemlich schwer, wenn ein Mäuschen stirbt, es dauert auch seine Zeit, bis ich darüber hinweggekommen bin und es verkraftet habe! Aber ich setze mich mit dem Tod auseinander und muss dies auch! Ich empfinde es für mich nicht als Tabuthema, denn vielleicht im Gegensatz zu euch habe ich es schon sehr oft mit dem Tod zu tun gehabt, zum Einen mit dem Tod von Haustieren und zum Anderen, was schon wirklich mehr als "normal häufig" vorkam, mit dem Tod von Menschen! In meiner Familie und Bekanntenkreis sind schon sehr viele Menschen gestorben und nicht immer nur auf normalem Wege. Also musste ich mich schon längst mit dem Tod auseinandersetzen, mir blieb ja nichts anderes übrig!! Ich musste leider schon viele Dinge diesbezüglich verkraften und irgendwie damit umgehen, also habe ich auch einen gesunden Bezug zum Tod. Den Tod wird es immer geben, das kann man nicht ändern und ich weiß auch, dass er manchmal sogar sinnvoller ist als zu leben.

Ich finde es nicht als egoistisch, wenn ich aufgrund meines Gewissens und meines Denkens meine Maus nicht einem Schlangenhalter geben würde. Mir ist es auch wegen der Maus. Für sie wäre es bestimmt nicht so toll, wenn sie die ganze Zeit schön leben konnte und es sich immer super um sie gekümmert wurde usw. und dann plötzlich von einer Schlange gefressen werden muss, nur weil manche das als bessere Lösung sehen!! Ich weiß, hier spalten sich die Meinungen und auch wenn ihr strikt dagegen seid, es kann auch mal Situationen geben, bei denen es nicht so laufen kann, wie es wünschenswert, angebracht, gerecht oder sonst was wäre. Es gibt immer Ausnahmefälle und auch wenn man sich noch so sehr bemüht, es klappt trotzdem nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei euch immer alles so läuft wie es sein sollte!? Dann wäret ihr wirklich die einzigen Menschen!

Ihr könnt hier ja eure Meinung sagen, dazu ist das Forum da, aber ich finde es, wenn man zumal einen Menschen hier nicht richtig kennt, nicht gerade ok, dass man Leute hier verurteilt nur aufgrund unterschiedlicher Meinung und anderer Sichtweise. Klar mag hier jeder seine Erfahrung haben, aber habt ihr das Gehirn eines Tieres, einer Maus studiert? Wer sagt euch, dass es der Maus vielleicht nicht doch lieber wäre alleine zu sterben, wenn sie schon alt ist und der Tod womöglich nah? Mäuse sind Rudeltiere, natürlich, aber es gibt auch Mäuse, die sich im Alter von den anderen im Rudel eher absondern, auch ohne dass sie krank sind - vielleicht mag eine Maus auch ihre Ruhe haben. Es ist alles möglich, denn keiner kann in das Gehirn der Maus oder einem Tier gucken und genau zu 100 % wissen, was sie denkt und sich wünscht. Man geht von den Meinungen der Allgemeinheit aus, davon, was eventuell Wissenschaftler oder Sonstige herausgefunden haben, aber wie oft war das schon total falsch, was die ganzen Wissenschaftler usw. geschrieben oder gesagt haben? Jedes Lebewesen ist ein Individuum und somit denkt auch jedes Tier anders!

Und um das Thema nochmal aufzugreifen: Das was hier zum Teil auch geschrieben wird, ist ja auch die Meinung eines Einzelnen gewesen und mehrere haben sich angeschlossen, aber wie oft war schon die Mehrheit im Unrecht? Ich finde insgesamt sollte jedem selbst überlassen sein, wie er mit etwas umgeht und wie er sich verhält und man sollte jedem seine Meinung und Vorgehensweise zumindest respektieren oder akzeptieren und diesen Menschen nicht gleich verurteilen, z.B. als Tierquäler. Denn so gehörten meiner Meinung nach andere Menschen genannt, die nämlich im wahrsten Sinne die Tiere quälen!! Denn hier geht die Definition von Tierquälerei sehr weit auseinander, bzw. vom eigentlichen Begriff ab. Anscheinend definiert ihr Tierquälerei völlig verschieden und auf die eigenen Meinung bedacht!

Eigentlich wollte ich ja nur schreiben, dass es manchmal auch anders läuft als gewünscht und man wirklich keine andere Möglichkeit hat. Auch wenn man sich noch so sehr drum bemüht. Und so wie es von Moonshadow geschildert wurde....muss ich dazu auch noch ein Kommentar abgeben, denn auch nicht JEDEM ist es gegeben weiter wegzufahren!

Zudem hatte ich ja auch gesagt, dass es natürlich das Beste wäre, wenn dann die letzte lebende Maus zu einer Mäusegruppe vergesellschaftet werden kann. Ich würde auch alles erstmal dafür tun - wenn es aber überhaupt nicht klappt, dann bleibt einem nicht viel übrig!
JeyPi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2007, 09:01   #24 (Permalink)
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Standard AW: Die letzte Maus...

Hm, meiner Meinung nach ist das immer möglich, ich hab zum Beispiel letztes Jahr, als ich noch in einem kleinen Kaff in der Nähe von hamm gewohnt hab (100 Einwohner, drei Kilometer Fußweg zum nächsten Bus, der jede Stude, am Wochenende sogar nur 5mal am Tag fährt), meine Mäuse aus Erfurt von einem Notfall bekommen. Ich würde meine letzte Maus auch notfalls per Mitfahrgelegenheit durch ganz Deutschland schicken, wenn es notwendig sein sollte. Dazu muss man auch nicht selbst weit fahren, mit einer freundlichen Anfrage bei Mitfahrzentrale.de kann man meistens auch viel erreichen... und mit öffentlichen Verkehrmitteln oder Freunden in die nächste größere Stadt zu kommen, um die Mäuse notfalls dort hinzubringen sollte eigentlich jedem möglich sein.
Übrigens sondern Mäuse sich nur kurz vor dem Tod von anderen ab, ansonsten ziehen sie sich vielleicht im Alter etwas zurück, genießen aber dennoch das Kuscheln und die Kommunikation mit der Gruppe, die ihnen gerade wenn sie nicht mehr ganz so fit sind, ein Gefühl von Sicherheit gibt.

Liebe Grüße,
Venya
Venya ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2007, 09:28   #25 (Permalink)
taubes nüsschen
 
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Standard AW: Die letzte Maus...

jetpi, wo ein wille ist ist auch ein weg.

oftmals ist m.E. "keine andre Möglichkeit" reine Bequemlichkeit

- mehr sag ich dazu jetzt auch nicht mehr, weil Moonshadow und Schattenschwinge alles wichtige Gesagt haben...

und wir haben uns unsere Meinung aufgrund Erfahrungen gebildet

die Welt weiss das die Erde Rund ist und um die Sonne kreist - meinst du die ändern jetzt ihr Denken nur weil einer schreit es is andersrum?

Im Mittelalter mags ja sein dass es jmd nicht besser wusste - damals gabs ja auch nicht so die Möglichkeiten sich zu bilden -

aber lies dich durchs Internet - es steht überall das Mäuse Rudeltiere sind und keine Einzeltiere.

Das ist eine Tatsache und nicht zu ändern.

Oder fändest du es toll deinen Lebensabend alleine in einer kleinen Zelle zu verbringen nur weil es "keine andere Möglichkeit" gibt???

Geändert von principessa (31.10.2007 um 09:35 Uhr). Grund: öhh natürlich dachten die dass die erde ne scheibe ist und die sonne umme erde kreist *rotwerd*
principessa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2007, 13:14   #26 (Permalink)
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Benutzerbild von Lumi
 
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Standard AW: Die letzte Maus...

JeyPi,
Ich lebe auch in einem relativen Kaff. wir haben hier nichtmal ein Kino bzw Bars/Kneipen....
die nächst größere Stadt mit Tierheim ist 25 Minuten entfernt.
Als ich Gesellschaftsmäuse brauchte, da ich ein Einzeltier hatte, war im näheren umkreis (1 Stunde Auto) keine Einzige Maus. Gut, ich habe meine Suche ausgedeht, bin auf 2,5 h Autofahrzeit gekommen. Und siehe da, schon waren Mäuse da- Nürnberg, München...
Das war zu einer recht Mäusearmen Zeit.
Jetzt lese ich in der Zeitung, dass im nächsten Teirheim 6 Mäuse sitzen.
Es kann also immer so weit kommen

Ich habe auch schon sehr viele Erfahrungen mit dem Tod machen müssen. Erfahrungen, die ich keinem anderen wünsche und auf die ich nciht näher eingehen möchte.

Es ist egoistisch, wenn man das Tier wegen SEINEM Gewissen und SEINEM Denken nicht verfüttern würde.
Zitat:
Für sie wäre es bestimmt nicht so toll, wenn sie die ganze Zeit schön leben konnte und es sich immer super um sie gekümmert wurde usw. und dann plötzlich von einer Schlange gefressen werden muss, nur weil manche das als bessere Lösung sehen!!
I
Eine Mau lebt nicht TOLL, wenn sie alleine ist. Da kann der Käfig noch so groß sein, noch so viel artgerechtes Spielzeug drin sein und der Halter kann der Maus noch so viel Liebe schenken. Die Maus LEIDET, wenn sie allein ist. Es ist nicht TOLL.
Ich hätte sicherlich auch meine Probleme mit meinem Gewissen, da ich das Tier ja liebe. Aber gerade deswegen höre ich auf meinen Verstand.

Was ist schlimmer? 1 Jahr oder auch nur 2,3,4 Monate alleine zu sein, ohne Freunde, alleine schlafen zu müssen, alleine fressen zu müssen, so lange allein leiden müssen oder für 10 Sekunden leiden müssen und dann noch wenigstens die Schlange zu sättigen?!
Welchen Sinn hat es bitte, dass die Maus allein vor sich hinvegetieren muss? Für das Tier keinen.
wer sie verfüttert, gibt dem Tod einen Sinn, da eine Schlange nunmal Lebendfutter frisst.
Eine Maus weiß nciht, adss sie vielleicht hätte älter werden können, aber eine Maus weiß, dass sie ohne eine Partnermaus einsam ist.

Zitat:
es kann auch mal Situationen geben, bei denen es nicht so laufen kann, wie es wünschenswert, angebracht, gerecht oder sonst was wäre. Es gibt immer Ausnahmefälle und auch wenn man sich noch so sehr bemüht, es klappt trotzdem nicht
.

Richtig, es gibt in ganz Deutschland und in Österreich und der Schweiz keine andere Farbmaus mehr, weder im Tierheim noch bei Privatpersonen noch im Zooladen. Auch alle anderen artfremden Gesellschaftsmäuse wie Vielzitzenmäuse oder Stachelmäuse sind ausgestorben. Nur Du allein hast die letzte lebende Farbmaus.
Außerdem gibt es keine Schlangen mehr.
Dann würde ich die Maus auch allein sterben lassen, aber Du siehst:
Dieser Zustand, der eintreten müsste, ist sowas von UNREAL , wirklichkeitsfremd, dass er zu unseren Lebzeiten NIE eintreten wird.



Zitat:
Klar mag hier jeder seine Erfahrung haben, aber habt ihr das Gehirn eines Tieres, einer Maus studiert? Wer sagt euch, dass es der Maus vielleicht nicht doch lieber wäre alleine zu sterben, wenn sie schon alt ist und der Tod womöglich nah?
Das sagt uns die Erfahrung. Wir verstehen die Mäuse in bestimmten Dingen, wir wissen, warum sie gewisse Verhaltensweisen zeigen.

Mäuse verlassen ihr Rudel nur, wenn sie krank sind und "merken" dass sie bald sterben müssen. Und nur aus dem grund. Für eine gesunde Maus wäre es das Todesurteil, wenn sie nur mal aus der Laune heraus ihr Rudel verlassen würde. Denn nur im Rudel ist sie einigermaßen vor Fressfeinden geschützt. Alleine ist sie hoffnungslos verloren.

Zitat:
Es ist alles möglich, denn keiner kann in das Gehirn der Maus oder einem Tier gucken und genau zu 100 % wissen, was sie denkt und sich wünscht.
Und genau deswegen geht man vom Normalfall aus. Im Normalfall sind Mäuse Rudeltiere, im Normalfall wollen sie ander Mäuse um sich herum. Und DESWEGEN sollte es der Mensch auch ermöglichen, dass sie Mäuse um sich herum hat!! Da setz ich doch lieber einer Einzelmaus eine andere Maus dazu, weil eine Maus in 70% oder 80% oder sogar 90% der Fälle Gesellschaft will...
Als zu sagen: Jeah, 10% ist eine so hohe Wahrscheinlichkeit, da leg ich mich lieber aufs Sofa und lass das Tier einsam sterben.

Tierquälerei:
Tierquälerei - Wikipedia
Zitat:
Tierquälerei ist das Quälen, Misshandeln oder unnötige Töten von Tieren.
eine Maus alleine zu halten ist Tierquälerei. jeder, der das bewusst und beabsichtigt tut, ist ein Tierquäler. Man quält und misshandelt das Tier, bis es vor Einsamkeit stirbt.


Zitat:
Zudem hatte ich ja auch gesagt, dass es natürlich das Beste wäre, wenn dann die letzte lebende Maus zu einer Mäusegruppe vergesellschaftet werden kann. Ich würde auch alles erstmal dafür tun - wenn es aber überhaupt nicht klappt, dann bleibt einem nicht viel übrig!
- Maus vermitteln in eine Mäusegruppe
- Mäuse aufnehmen und selbst eine neue Gruppe bilden und dann die restlichen Tiere nach ableben des ehemaligen Einzeltierens vermitteln
- artfremde Gesellschaft
- Schlange oder anderes lebentierfressendes Geschöpf

JeyPi, hattest Du schonmal ein Einzelmaus? Ich bezweifle es.
Ich hatte so eine. Und ich muss sagen: Sie war NIE glücklich. Ihr Leben bestand genau aus diesen Dingen: Schlafen, Fressen, Laufrad rennen und betteln, damit ich sie heraus nehme und sie beschäftige.
Jeder, der eine Einzelmaus hatte, weiß, dass es Tierquälerei war. jeder weiß, dass die Maus ein besseres Leben verdient hat-mit Artgenossen.
es tut mir in der Seele weh, wenn ich daran denken muss. Keine Maus hat es verdient, so zu enden.

Schattenschwinge sagte bereits: Man soltle sich dieser problematik bewusst sein, bevor man sich Mäuse anschafft.
Wer keine Gesellschaft besorgen kann oder WILL, sollte sich einen Hamster halten, da der als Einzeltier glücklich ist.
Lumi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2007, 13:33   #27 (Permalink)
advocatus diaboli
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Standard AW: Die letzte Maus...

Zitat:
Es ist alles möglich, denn keiner kann in das Gehirn der Maus oder einem Tier gucken und genau zu 100 % wissen, was sie denkt und sich wünscht. Man geht von den Meinungen der Allgemeinheit aus, davon, was eventuell Wissenschaftler oder Sonstige herausgefunden haben, aber wie oft war das schon total falsch, was die ganzen Wissenschaftler usw. geschrieben oder gesagt haben?
Wunderbar. Dann werfen wir doch einfach alles, was wir bisher an Wissen angesammelt haben, über Bord - es könnte ja alles falsch sein - und kehren zurück zu Hamsterknästen, Makrolonboxen und Einzelhaltung. Hey, vielleicht finden Mäuse das viel toller?

Und wenn wir gerade dabei sind, können wir eigentlich auch gleich das Tierschutzgesetz über den Haufen werfen - vielleicht stimmt das ja auch alles nicht? Soll doch jeder seine Tiere halten, wie es ihm gerade einfällt, ob im Eigenbau oder im Hamsterknast... Hey, vielleicht fühlen sich Mäuse in Einmachgläsern ja besonders wohl? Und wenn wir schon das eine Gesetz kippen, warum nicht auch alle anderen? Führen wir doch wieder die einfachen, absoluten Gesetze ein, wie das Recht des Stärkeren, kehren zurück zu Anarchie und setzen uns wieder auf die nächten Bäume!

DAS ist die logische Konsequenz Deiner Denkweise, JeyPi. DAS kommt dabei raus, wenn man Deinen Gedankenfaden konsequent weiter spinnt.


Ich bin Wissenschaftler, JeyPi. Ich bin es gewohnt, darauf konditioniert, alles und jeden anzuzweifeln und zu hinterfragen. Ich glaube nichts unbesehen und unüberprüft.

Um eine Gesetzmäßigkeit sicher zu erkennen, geht man in der Wissenschaft folgendermaßen vor: man sucht zunächst nach einer irgend möglichen Regel. Man stellt eine Arbeitshypothese auf, wie etwas sein könnte. Beispielsweise "Eine allein lebende Maus führt ein stressreiches Leben".
Dann tut man alles, wirklich alles, um diese Hypothese zu widerlegen. In diesem Fall würde das bedeuten, man versucht auf jede erdenkliche Weise, die Gegenhypothese "Eine allein lebende Maus kann ein stressfreies Leben führen" zu beweisen. Gelingt es, die Hypothese zu widerlegen (in der Wissenschaft ist das fast immer der Fall), verwirft man die Hypothese und entwickelt aus den bisherigen Ergebnissen eine neue Hypothese, mit der man dann ebenso verfährt. Gelingt es jedoch nicht, eine (meist schon weit entwickelte) Hypothese zu widerlegen, kann man diese Gesetzmäßigkeit als vorläufig gesichert ansehen. Man darf mit ihr arbeiten, sie rechtfertigen, sie veröffentlichen.

Bisher konnte nichts und niemand die Hypothese "Eine allein lebende Maus führt ein stressreiches und qualitativ minderwertiges Leben" widerlegen. Nicht mit signifikanten Fakten, nicht mit stichhaltigen Argumenten. Wenn DU das kannst - tu es. Dann werden wir das, was wir (anhand der bisherigen Unwiderlegbarkeit) als Faktum ansehen, neu überdenken. Wenn Du das nicht kannst, bist DU offensichtlich nicht in der Position, diese Hypothese anzuzweifeln.

Tust Du es dann doch, müssen wir Dir zwangsläufig andere Beweggründe unterstellen.
Schattenschwinge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2007, 17:42   #28 (Permalink)
Kürbiskerndieb
 
Registriert seit: 25.10.2007
Alter: 22
Beiträge: 188
Standard AW: Die letzte Maus...

Ich antworte mal wieder allgemein:

Ja, ich hatte eine Einzelmaus und ob ihr das bezweifelt oder nicht, es war so. Ich hatte versucht sie mit anderen Mäusen zu vergesellschaften, das wollte sie nicht und ich ging mit mehreren Möglichkeiten der Vergesellschaftung vor, doch es klappte einfach nicht. Die Maus wollte noch nicht einmal aus dem Käfig herausgenommen werden, also sie bettelte nicht rausgeholt zu werden. Sie bekam immer ihr Leckerli und verhielt sich nicht anders als andere Mäuse. Sie futterte, trank, rannte Rad, spielte herum mit dem Spielzeug, schaffte sich Nistmaterial usw. Also sie verhielt sich nicht anders als andere Mäuse mit Artgenossen. Vielleicht war ja gerade SIE eine Ausnahme, die es vorzog so zu leben und sie starb nicht an Einsamkeit, denn nach den hier immer wieder betonten Erfahrungen lebt eine Maus nicht sehr lange wenn sie einsam ist! Meine lebte knapp 2 Jahre und das schafft manchmal sogar nicht mal eine Maus, die mit Artgenossen zusammenlebt.

Ich finde es auch echt blödsinnig diese Ironie miteinzubringen. Warum kann man hier nicht sachlich bleiben? Wegen meiner Meinung und Meinungen anderer wird bestimmt nicht die Welt untergehen oder Gesetze über den Haufen geworfen werden...das ist schlichtweg Blödsinn!!
Die Definition von Tierquälerei ist schon richtig und da habt ihr euch selbst einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn wer sagt, dass der Tod durch eine Schlange (die letzte Maus aufgrund der sonst vorhandenen Einsamkeit von einer Schlange gefressen werden soll) sinnvoll ist? Was ist das für ein Denken? Eine Maus zum Schluss noch alleine zu halten ist keine Tierquälerei, sie wird weder gequält noch misshandelt (ich weiß, da werden jetzt wieder Einwände von Schattenschwinge und Co. kommen, aber das ist EURE Meinung und nicht die der Allgemeinheit) und die letzte Maus dann einfach einer Schlange zum Fraß geben find ich als unnötigen Tod! Dann müsstet ihr in dieser Hinsicht wohl auch Tierquäler sein, wenn ihr so wählen würdet.

Ich habe nie behauptet, dass ich dann die letzte Farbmaus hätte!! Außerdem schweift ihr zu sehr ab. Wenn ihr mal genau nachdenkt, sollte man ja für eine Maus einen weiten Transport vermeiden. Wenn ihr doch so schlau seid, wie ihr hier tut, dann wüsstet ihr das auch! Aber ja, ich weiß, man kann in diesen Situationen einer Maus alles zumuten....tsss. Ein langer Transport ist für eine Maus nicht gut, darum finde ich es auch nicht besonders, wenn man dann z.B. 50 km oder mehr herumfährt, sich dann wohl eh nicht auskennt und die Maus darunter leidet!

Im Allgemeinen möchte ich noch sagen, dass ich es echt bereue hier in dieses Forum überhaupt nur einen Satz geschrieben zu haben. Man wird hier weder verstanden, noch wird bei einem Thema, das man gestellt hat, geblieben, man wird überall angegriffen und es gibt echt bessere Foren, die auch ihre Meinung und Erfahrungen haben, vielleicht auch dieselben wie ihr, aber die einfach netter mit einem umgehen! Es ist kein Problem, wenn man seine Meinung und seinen Kommentar abgibt, dafür ist ein Forum da, aber wenn man hier herumdiskutieren muss, andere ständig angreift und so behandelt, wie ihr mich zum Beispiel behandelt, dann werdet ihr wohl alleine in diesem Forum bleiben, da neue Leute, die sich hier anmelden und eventuell auch teilweise eine andere Meinung haben als ihr, auch gleich wieder angegriffen werden, da wird niemand lange in diesem Forum bleiben.

Ihr seht wie das abgeschweift ist - über das eigentliche Problem oder Thread-Thema wird nicht mehr gesprochen und das was hier passiert ist wohl nicht Sinn der Sache.
JeyPi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2007, 17:52   #29 (Permalink)
Ohnetiermensch
 
Benutzerbild von Jimmy
 
Registriert seit: 25.10.2006
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Beiträge: 2.107
Standard AW: Die letzte Maus...

Zitat:
Zitat von JeyPi Beitrag anzeigen
... denn nach den hier immer wieder betonten Erfahrungen lebt eine Maus nicht sehr lange wenn sie einsam ist!
wo steht das?
man kann auch lange unglücklich leben.
an unglück stirbt man nicht.
man fühlt sich "nur" scheiße.

Zitat:
Zitat von JeyPi Beitrag anzeigen
...aber das ist EURE Meinung und nicht die der Allgemeinheit
wer ist die allgemeinheit?
du?

Zitat:
Zitat von JeyPi Beitrag anzeigen
Wenn ihr mal genau nachdenkt, sollte man ja für eine Maus einen weiten Transport vermeiden. Wenn ihr doch so schlau seid, wie ihr hier tut, dann wüsstet ihr das auch! Aber ja, ich weiß, man kann in diesen Situationen einer Maus alles zumuten....tsss. Ein langer Transport ist für eine Maus nicht gut, darum finde ich es auch nicht besonders, wenn man dann z.B. 50 km oder mehr herumfährt, sich dann wohl eh nicht auskennt und die Maus darunter leidet!
wieviele mäuse hast du schon transportiert?
woher weisst du, wie gefährlich ein transport für mäuse ist?
ich konnte nichts dergleichen feststellen.

Zitat:
Zitat von JeyPi Beitrag anzeigen
...dann werdet ihr wohl alleine in diesem Forum bleiben, da neue Leute, die sich hier anmelden und eventuell auch teilweise eine andere Meinung haben als ihr, auch gleich wieder angegriffen werden, da wird niemand lange in diesem Forum bleiben.
nunja...
das sind dann wohl 1.203 aktive user anderer meinung.
aber bitteschön... nix gegen meinungsfreiheit.
sei so frei.
Jimmy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2007, 18:00   #30 (Permalink)
Kürbiskerndieb
 
Benutzerbild von Venya
 
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Beiträge: 214
Standard AW: Die letzte Maus...

ich hatte vor etlichen Jahren auch mal ne Einzelmaus, ein von der gruppe verbissenes Böckchen, und auch wenn er rumgerannt ist, gefressen udn ein riesennest gebaut hat, weiß ich, dass er einsam war und sich gesellschaft gewünscht hätte... lies dich doch mal durch sämtliche wissenschaftlichen abhandlungen, die mit mäusen zu tun haben... wen du uns nicht glaubst.
den wenige wochen alten mäusen aus erfurt die ich hatte, hat der fünfstündige transport übrigens nicht geschqadet, das ist kein argument. hier werden ständig mäuse verschickt und solange man es richtig macht, stellt das kein problem für die tiere dar.
Venya ist offline   Mit Zitat antworten
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