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#16 (Permalink) |
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Realitätsflüchtling
Registriert seit: 24.04.2007
Ort: Erlangen
Alter: 23
Beiträge: 2.025
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Hallo Rita!
Ich bin eben in der selben Situation Aber auch mein Herz sagt "es geht ihr gut" und der Kopf "nun schau dir das doch mal an...". Ich kenn mein Mausel gut, ich denke ich merke wenn sie nicht mehr will. Bei den letzten beiden habe ich es auch gemerkt... Ich denke du kennst deine Kleine auch und merkst wenn es Zeit wird... ![]() Milky und ich wünschen euch beiden noch ein paar schöne Tage,Grüße von Leidensgenossen an Leidensgenossen
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#17 (Permalink) |
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Nestbesetzer
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Mainz/Kaiserslautern/Stromberg
Alter: 25
Beiträge: 482
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Ach, hab auch grad so ein Mausel
Munteres Ding, rennt sofort herbei, wenn´s Nutri gibt. Jetzt war ich selbst ne Woche im Krankenhaus, davor war der Tumor erbsengroß. Dachte, ein normaler Lymphknotentumor (hinterm linken Vorderbein) Jetzt komm ich zurück und jetzt hängt da ein Ding fast wie ne halbe Wallnuss Lange werde ich ihr wohl nicht mehr lassen. So ist sie munter, aber es kann ja auch nachts passieren, wenn ich schlafe...Von daher finde ich deine Idee, sie "vorsorglich" vorm Wochenende einschläfen zu lassen auch nicht verwerflich, sondern gut. Du weißt ja, dass du nicht da bist und dass es schlimm ausgehen könnte. Und in dem Fall doch dann lieber zu früh als zu spät. Ich hätte dann auch lieber ne Vollnarkose, langsam einschlafen in aller Ruhe, als dann plötzlich unter grausamen Schmerzen oder Panik zu krepieren. Und bei meiner Phantaghiro denk ich: auch wenn so ein Tumor nicht weh tut, er ist doch unangenehm. Stell dir mal vor, innerhalb von ein paar Tagen wächst ein Medizinball aus dir raus, den du zusätzlich mitschleppen müsstest ![]() Die Maus hat ja jetzt eine schöne Zeit bei dir und wann die "letzten schönen Tage" sind, ist ihr sicher egal. Es sollten halt nur wirklich schöne Tage sein. Also habe kein schlechtes Gewissen, wenn sie bis Freitag durchhält und du dann den schweren Gang antrittst. Ich finde es auch schön, wenn sie im Einschlafen noch Leckerchen nehmen und dazu nicht zu kaputt sind. Eben dass alles ist wie immer... LG, Isa |
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#18 (Permalink) |
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advocatus diaboli
Moderator
Registriert seit: 25.10.2006
Ort: LK KA
Alter: 29
Beiträge: 1.988
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Ich reihe mich ein - auch bei mir sitzt gerade eine Maus mit Anhang... Flash ist 1 Jahr und 9 Monate alt, der Tumor begann Anfang Juni, zu wachsen und ist inzwischen halbe-Walnuss-groß, hinter dem rechten Vorderbein. Trotzdem zeigt die Dame bisher keine Verhaltensänderung - sie ist in der Beweglichkeit des Vorderbeins natürlich eingeschränkt, aber bislang wuselt, klettert und buddelt sie ebenso wie der Rest ihres Rudels. Sie frisst normal, hat nicht abgenommen.
Natürlich verbergen Mäuse Schmerzen. Aber wir hatten diese Diskussion kürzlich schonmal - wie weh tun Tumore? Und welcher Tumor tut wie sehr weh, oder auch nicht? Heraus kam - letztlich muss man seine Mäuse kennen. Kennt man sie, und beobachtet sie täglich gründlich, so sieht man auch schon kleine Verhaltensänderungen. Prinzipiell bin ich auch dafür, eine leidende Maus lieber ein paar Tage früher als auch nur eine Stunde zu spät erlösen zu lassen. Den Zeitpunkt zu generalisieren, scheint mir aber nicht möglich. Hier im Forum finden sich genügend Beispiele - von Mäusen mit größeren Tumoren, die noch lange völlig beschwerdefrei lebten, aber auch von Mäusen, denen schon kleine Tumore Schmerzen und offensichtliches Unwohl bereiteten. WOllte man also auf Nummer Sicher gehen, müsste man theoretisch eine Maus bereits dann erlösen lassen, wenn sie einen Tumor im Anfangsstadium zeigt, weil sie ja vielleicht in nicht vorhersehbarer Zeit Schmerzen bekommen könnte. Praktisch würde das den betreffenden Mäusen aber sehr viel noch sehr schöne Lebenszeit rauben. Das wäre unnötig und schlichtweg falsch. Euthanasie ist und bleibt ein schwieriges Thema und immer eine schwierige Entscheidung, vielleicht die schwierigste überhaupt. Es geht immer darum, den richtigen Zeitpunkt abzupassen - und im Fall von Tumoren ist der, zumindest bei Mäusen, immer individuell. Und wie Enir sagte - wenn man seine Mäuse kennt, merkt man ihnen auch versteckte Schmerzen an. Hast Du einen guten Mäuse-TA? Dann zeig dem doch mal ein Foto der Patientin und bitte ihn um eine Prognose. |
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#19 (Permalink) |
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Rapante, Rapante...
Registriert seit: 04.10.2007
Ort: Hannover
Alter: 30
Beiträge: 584
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Darf ich kurz...
Als mein dicker Kastrat van Gogh den Tumor am Hals hatte war ich fast täglich hin- und hergerissen wann der "richtige" Zeitpunkt da ist. Es war einfach so eine fiese Stelle. Erst wuchs der Knubbel nur zögerlich, dann aber sichtbar weiter. Ein einziges Mal habe ich überlegt ihn operieren zu lassen, der Tierarzt meinte aber diese Stelle sei so schlecht abgrenzbar und die Gefahr daß der Tumor schon die Schilddrüse/Kehlkopf angegriffen haben könnte sei zu groß. Er hätte es auch nicht gemacht. Da war für mich alles klar. Van Gogh hatte noch ein paar mauseschöne Tage bei seinen 3 Mädels, verhielt sich fast vollkommen normal (bis auf daß er den Kopf beim Fressnapf etwas höher halten musste) und als ich dann an diesem einen Tag sah daß er sich am Hals herumkratzte hab ich ihn unter Tränen mitsamt seinen Mädels zum Erlösen gebracht. Er ist ganz sanft inmitten seiner Freundinnen eingeschlafen. Es ist sautraurig und ich hab viel geweint, aber letztendlich war ich froh daß ich ihn gehen ließ. Vielleicht wäre er sonst einen grausamen Erstickungstod gestorben und das wollte ich auf gar keinen Fall. Nun ist Wanda die nächste Tumorkandidatin. Momentan stört er sie überhaupt nicht, man sieht ihn auch erst auf den zweiten Blick, aber er ist da, an ihrer rechten Wange/Lymphknotenbereich. Auch bei ihr muss ich genau aufpassen daß ich den "richtigen Augenblick" abpasse damit sie nicht leidet. Sie ist ein so sensibles und flinkes Mäuschen daß es bei ihr hoffentlich leichter wird den Unterschied zu sehen wenn sich das Verhalten in irgendwelcher Form auch immer ändert. Doch es wird nicht weniger traurig für diejenigen die sie lieb haben....
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#20 (Permalink) |
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Maus
Registriert seit: 23.07.2008
Ort: Lübbecke (NRW)
Alter: 17
Beiträge: 27
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Hallo,
meine geliebte Split hatte auch einen so großen Tumor und ich Idiot habe sie operieren lassen...leider hat sie es nicht geschafft ![]() Manche Menschen sagen, dass Tiere es einen wissen lassen, wenn sie gehen möchten...aber das stimmt leider nicht! Ich kenne einige Tiere, die dem Menschen zuliebe kämpfen und sich nichts anmerken lassen! Ich weiß nicht, inwieweit Mäuse dazu fähig sind... Ich würde das Tier erlösen, wenn es nicht mehr in der Lage ist "normal" zu leben, damit meine ich selbstständig fressen, trinken, putzen etc. Liebe Grüße und alles Gute für Chipsy Laura mit Nagerbande und Hunderudel |
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#21 (Permalink) |
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Inventar
Registriert seit: 20.04.2007
Beiträge: 501
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Danke an alle die mir schreiben, es tut gut.
Ich habe gestern von einer, die mal als Tierarzthelferin gearbeitet hat und selbst Mäuse hatte, folgende Aussage gehört: "Laut meiner Ta sind Tumore bei Weibchen im Bauchraum meist Tumore in der Gebärmutter und die tun nicht weh." Inwieweit das stimmt kann ich natürlich nicht bewerten. Ich werd spätestens am Freitag zum Ta gehen, das habe ich nun für mich festgelegt. Bis dahin gibts noch viiiieeeele Ovlaten, Sonnenblumenkerne und Nutri. Ich wünsche auch den anderen Tumormäusen alles Gute, schöne verbleibende Tage und eine schmerzlose Reise über die RBB. Wenigstens wissen wir, egal wie lange die Maus bei uns war: sie hatte es gut bei uns, wir haben ihr ein schönes und artgerechtes Leben geboten
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#22 (Permalink) |
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Nestbesetzer
Registriert seit: 17.02.2008
Beiträge: 357
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Das ist ein sehr sehr schönes Schlußwort!
Ich bin in Gedanken bei Dir und hoffe für Dich, dass dein Mäuschen noch möglichst lange so fit bleibt! Du wirst die Situation ganz sicher instinktiv richtig einschätzen und wissen wann der richtige Zeitpunkt ist. Und die letzten schönen Tage sind dies ja vielleicht schon, allein weil Du Dich so sehr um sie bemühst und sie verwöhnst! also: gedrückte Daumen & liebe Grüße |
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#24 (Permalink) |
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Inventar
Registriert seit: 20.04.2007
Beiträge: 501
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Ich habe vorhin in den Käfig geschaut und plötzlich das gefühl gehabt dass Chipsy anders ist. Da sie eh grad in der Röhre saß hab ich sie hochgehoben und in die bereits vorbereitete tranpostbox gesetzt um genau sehen zu können wie es ihr geht. Mein Verdacht hat sich bestätigt, also hat mein Freund shcnell die anderen beiden eingefangen udn ich hab mich fertig gemacht um zur Klinik zu laufen.
Vor ca 15 Minuten ist Chipsy bei ihren beiden Freunden eingeschlafen. Ich bin natürlich grade sehr traurig, aber ich habe trotzdem das Gefühl, ich habe den richtigen Zeitpunkt getroffen, auch die Ärztin hat mir bestätigt dass sie wohl grade noch nicht leidet, aber es nun trotzdem das beste ist sie gehen zu lassen. Das hilft mir ungemein. Dabke noch allen, die mir geholfen haben in der schwierigen Zeit der Entscheidung, für eure netten und aufbauen Worte und eure Gedanken an mich und Chipsy. Geändert von Rita (13.08.2008 um 22:58 Uhr). |
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#25 (Permalink) |
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Realitätsflüchtling
Registriert seit: 24.04.2007
Ort: Erlangen
Alter: 23
Beiträge: 2.025
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![]() Du hast das richtige getan. Du hast ihr alles gegeben und dich immer gut um sie gekümmert. Und nun hast du ihr ihren letzten Wunsch auch erfüllt. Schlafen, und Freunde dabei haben.. |
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#27 (Permalink) |
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Nestbesetzer
Registriert seit: 17.02.2008
Beiträge: 357
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![]() genau und das was Du Dir gewünscht hast, hast Du jetzt genau geschafft: Du hast Ihr noch ein paar schöen Tage geschenkt an denen Du sie richtig verwöhnt hast und Du warst sehr aufmerksam, so dass sie nun ohne Schmerzen gehen konnte. Erinner Dich immer positiv daran |
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#28 (Permalink) |
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Kürbiskerndieb
Registriert seit: 20.11.2007
Beiträge: 180
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Der gleichen Entscheidungsqual hing ich auch nach.
Morgen wird meine Klecks,eine der beiden ersten Mäuse eingeschläfert,... Es geht ihr noch gut,aber ihren einen Fuß unterhalb des Tumors,kann sie seid heute nichtmehr,bewegen. Das schränkt sie ein und bevor es ihr außer dem körperlichen auch noch seelisch schlecht geht,wird sie morgen begleitet von ihren Freunden über die Regenbogenbrücke geschickt. Du hast das richtige getan und ihr noch ein paar schöne Tage gegeben ![]() Sie hatte es gut bei dir. Liebe Grüße von mitleidenden und selbst betroffenen ! |
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